3'000 Offshore-Firmen im Kanton Freiburg

Bei rund 15 Prozent der Freiburger Unternehmen handelt es sich um Briefkastenfirmen, wie eine Untersuchung von Public Eye zeigt.

Fast jedes siebte Unternehmen in Freiburg hat keine Angestellten, keine Büros und keine Geschäftsaktivitäten. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Public Eye. Die NGO gibt an, dass es im Kanton Freiburg 3000 Unternehmen ohne Substanz gibt. Obwohl sie durch den Skandal um die Pandora-Papiere wieder ins Rampenlicht gerückt sind, sind diese Unternehmen schon seit langem in der Schweiz angesiedelt.

"Nach wie vor warte ich auf eine gute Antwort, weshalb man eine Briefkastenfirma gründet", sagt Adria Budry Carbo von Public Eye. Wie die Organisation erklärt, dienen diese "Briefkastenfirmen", die hauptsächlich bei Rechtsanwälten, Notaren oder Treuhändern angesiedelt sind, nicht unbedingt illegalen Aktivitäten.

Umgekehrt wird für dubiose Transaktionen aber am häufigsten diese Art von Unternehmen verwendet. "Die Hälfte der Verdachtsmeldungen an Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes betrifft Briefkastenfirmen", so die NGO.

RadioFr. - Loic Schorderet / Lauro Mombelli / pef