Die Digital Natives kommen auf ihre Kosten
Gottéron hat sein Stadion umfassend digitalisiert und die Fan-App ausgebaut.
Mit der Digitalisierung des Stadions will Freiburg-Gottéron das Fundament für künftige Fangenerationen legen. Die Kinder und Jugendlichen von heute sind die Fans von morgen. Der Stadionbesuch soll für die ganze Familie attraktiver werden.
Alles mit dem Smartphone
Für Match-Besucherinnen und -Besucher bietet Gottéron eine ausgebaute App an. Es gibt die Möglichkeit, ein Kombiticket für das Spiel und für die Hin- und Rückreise zu bestellen. Vor dem Stadion erhalten die Fans einen QR-Code für die Einlasskontrolle. Noch vor der Anreise erhalten sie die TPF-Verbindungen angezeigt. Unterwegs stimmen dann personalisierte Push-Nachrichten auf das bevorstehende Spiel ein. Im Stadion selber führt das Stadion-Navi an den richtigen Sitzplatz. Während des Spiels werden auf der App Spielszenen in Zeitlupe angeboten. Essen und Getränke bestellen - vom Sitzplatz aus - wird ebenfalls via App möglich sein. Dieser Service ist aktuell noch in der Testphase und wird frühestens ab dem fünften Heimspiel möglich sein, also Anfangs Oktober.
270 Hotspots, 500 Beacons, 200 Bildschirme
Das Stadion selbst wurde digital aufgerüstet. Drei Kilometer Netzkabel wurden verlegt und 270 Hotspots, die für Höchstleistung bei der Datenübertragung sorgen, installiert. Die Internetverbindung im Stadion hat eine Bandbreite von zehn Gigabit pro Sekunde. Zudem sind 200 Livestreaming-Bildschirme im Stadion verteilt - sogar auf den Toiletten an den Pissoirs, sodass die Stadionbesucher keine Minute des Spiels verpassen. Installiert wurden ausserdem 500 sogenannte «Beacons» oder Funkbaken, die den Standort jedes Smartphones auf den Meter genau orten können. Damit wurde zum Beispiel ein Stadion-Navi umgesetzt, das den Fans - ähnlich wie mit Google Maps - den Weg zum Sitzplatz, zum Food Corner oder zum Ausgang weist. Die ganze Digitalisierung kostete rund zehn Millionen Franken.




