Ein Auftakt nach Mass
Freiburg-Gottéron startet mit einem 6:3 Derbysieg in Bern in die neue Saison. Fünf verschiedene Torschützen konnten sich feiern lassen.

Endlich wieder Eishockey vor Zuschauern! Nach einer gefühlten Ewigkeit der Geisterspiele wurde die neue Saison mit einem Zähringerderby vor 12'700 Zuschauern in Bern gefeiert. Doch die Stimmung der meisten Fans wurde früh getrübt. Bereits nach 43 Sekunden gelang Gottéron der erste Treffer, es war das erste Goal der neuen National League Saison. Daniel Brodin legte von hinter dem Tor perfekt für David Desharnais auf, dieser erwischte Torhüter Philip Wüthrich.
Die Freiburger, bereits mit vier Siegen aus der Champions Hockey League im Rücken, fanden den Rhythmus sehr schnell und waren die bessere Mannschaft. Der SC Bern kam auch zu Chancen, traf aber nur zweimal den Pfosten. Die Gäste machten es besser, genauer Killian Mottet: In der 19. Minute erhöhte er auf 2:0.
Umgekehrtes Mitteldrittel
Die Berner fanden stark in die Partie zurück, der neue SCB-Coach Johan Lundskog schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Ihr Spiel war nun sortierter, weniger fehleranfällig, präziser und gradliniger. So erstaunte es nicht, dass nach 25 Minuten der Anschlusstreffer fiel. Die Freiburger hatten nicht mehr viel zu melden, ausser mit Körpereinsätzen. Das Spiel wurde ruppiger, Gottéron wollte mit Härte zurück in die Partie finden. Tore gelangen den Freiburger aber keine, den Bernern hingegen schon. Nach einem Pfostenschuss von Calle Andersson schob Jeremi Gerber den Puck zum Ausgleich über die Linie.
Am Ende des zweiten Drittels musste Bern einen Mann in die Kühlbox schicken, weil sich sechs Feldspieler sich gleichzeitig auf dem Eis tummelten. Die Freiburger machten im Powerplay Druck, konnten Wüthrich jedoch nicht bezwingen. Dies änderte sich sehr schnell im letzten Abschnitt. Nur 15 Sekunden waren gespielt, als Chris DiDomenico den Puck in die Maschen hämmerte. Einen grossen Anteil am Tor hatte Desharnais, welcher dem Berner Goalie komplett die Sicht verdeckte.
Tore wie am Laufmeter
Mit dem frühen Tor waren die letzten 20 Minuten lanciert, es sollte noch heiss zu und hergehen. Noch keine vier Minuten waren um, als Sandro Schmid ein Bully in der Offensive gewann, den Puck nach vorne spielte, selber nachrannte und den Puck von hinter der Torlinie via Torhüter Wüthrich im Tor unterbrachte. Ein Schlitzohr-Tor des jungen Murtners stellte das Skore auf 4:2.
Das Heimteam reagierte abermals auf den Zwei-Tore-Rückstand: Nur eine Minute später erzielte Gregory Sciaroni den erneuten Anschlusstreffer für die Berner. Doch diesmal gelang ihnen kein Ausgleichstreffer, die Freiburger liessen die Uhr geschickt auslaufen. Zwei Minuten vor dem Ende machte Nathan Marchon mit dem Empty-Netter alles klar. Bern versuchte es weiter alles, sodass auch Killian Mottet noch ins leere Tor schiessen konnte. Das 6:3 war der zweite Treffer von Mottet, bedient wurde er von Torhüter Reto Berra. Für ihn war es sein zweiter Assist des Abends. Damit ist Berra nach Mottet der zweitbeste Skorer der Freiburger.




