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Freiburg nimmt Flüchtende aus Afghanistan auf

Vorerst sollen etwa 230 Personen in der Schweiz Asyl erhalten. Rund zehn davon werden im Kanton Freiburg untergebracht werden.

Afghanische Mitarbeitende der Schweizer Behörden im Ausland und deren Familien sollen in der Schweiz Asyl erhalten. © KEYSTONE

Der Bundesrat hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass die rund 40 afghanischen Mitarbeiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und ihre Familien in der Schweiz aufgenommen werden sollen. Etwa 230 Menschen sind von der humanitären Aktion betroffen. Der Kanton Freiburg arbeitet bereits an der Aufnahme von etwa zehn Personen, die vom Haus für Bildung und Integration in Matran betreut werden, wo sie sechs Monate lang intensiv Französisch lernen werden.

Laut Anne-Claude Demierre, Staatsrätin und Vorsitzende der Direktion für Gesundheit und Soziales, muss der Kanton Freiburg 3,5 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen, die jedes Jahr in die Schweiz kommen. Von den 230 Afghanen, die in den nächsten Tagen erwartet werden, entspricht dies 8 Personen.

Forderung nach verstärkter Aufnahme

Die zurzeit vom Bund geplante Aufnahme afghanischer Staatsangehöriger erscheint einigen Parteien, vor allem den linken, zu gering. Eine Online-Petition für die sofortige Aufnahme von afghanischen Staatsangehörigen in der Schweiz ist im Umlauf und hat bisher über 15.000 Unterschriften erhalten.

Anne-Claude Demierre präzisiert, dass der Kanton ohne Zustimmung des Bundes nicht mehr Personen aufnehmen kann. Die Direktion für Gesundheit und Soziales bereitet sich jedoch darauf vor, zusätzliche Plätze zu finden, falls die Schweiz beschliesst, weitere afghanische Flüchtende aufzunehmen.

RadioFr. - François-Pierre Noël / cys
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