Freiburger Nachrichten erhielten auch Fördergelder

Der Nationalrat hat 30 Millionen für die Förderung von Onlinemedien ausgesprochen. Davon würden auch die Freiburger Nachrichten profitieren.

Auch die Freiburger Nachrichten würden Fördergelder für ihre Online-Inhalte erhalten. © freiburger-nachrichten.ch

In der Session von heute Dienstag hat sich der Nationalrat für eine Förderung der Onlinemedien über 30 Millionen Franken ausgesprochen. Davon profitieren würden auch regionale Printmedien, wie die seit knapp 160 Jahren bestehenden Freiburger Nachrichten.

Die Freiburger Nachrichten FN werden jeden Tag von über 30'000 Personen gelesen, donnerstags sind es auf Grund der Grossauflage sogar doppelt so viele. Doch welche Leute lesen die FN überhaupt online? Gilbert Bühler, CEO Freiburger Nachrichten: «Wir haben erst vor kurzem eine Leserschafts-Befragung durchgeführt: 98 Prozent unserer Abonnenten wollen die Print-Zeitung haben. Diese nutzen daneben aber auch die Online-Version – somit nutzt ein grosser Teil eben beides.»

Das FN-Online-Portal ist also gefragt. Damit nicht nur die grossen Verlagshäuser von der Bundes-Finanzspritze profitieren, stimmte der Nationalrat einer so genannten Holding-Klausel zu. Dazu Bühler: «Das führt dazu, dass etwa die Hälfte dieser Onlineförderung an die grossen Medienhäuser geht, die andere Hälfte bei den kleinen landet.»

Erhebliche Hilfe

Der Nationalrat hat diese Klausel bejaht, obschon die kleinen Printmedien nur knapp 25 Prozent der geforderten Auflagen abdecken. Gilbert Bühler ist erleichtert über diesen Entscheid. Wie hoch beziffert Bühler die Unterstützungsgelder für die Freiburger Nachrichten? «Da möchte ich mich nicht dazu äussern, natürlich haben wir dies intern berechnet, doch das sind Schätzungen. Die Förderung wird uns aber erheblich helfen», so Bühler. Das Geschäft der Online-Medien-Förderung geht zurück in den Ständerat. Gemäss Bühler dauert es sicherlich noch ein Jahr, bis die Gelder dereinst fliessen.

RadioFr. - Corina Zurkinden / Rafael Bornatico
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