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Holt die verlorenen Söhne zurück

Gottéron braucht weiterhin Freiburger Identifikationsfiguren. Deswegen wünscht sich Fabian Aebischer die Eigengewächse zurück.

Der Sensler Andrea Glauser ist eines der Freiburger Eigengewächse, die laut unserem Redaktor unbedingt wieder bei Gottéron spielen sollen. © Keystone

Liebes Christkind, wenn ich mir etwas unter dem Gottéron-Tannenbaum wünschen darf, dann soll der Plan von Präsident Hubert Waeber unbedingt fortgesetzt werden: möglichst viele Freiburger Identifikationsfiguren im Team.

Mit Mister-Gottéron Julien Sprunger, Andrei Bykow, Killian Mottet und Nathan Marchon ist schon lange eine harmonierende Gruppe von Eigengewächsen im Kader. Der Seeländer Sandro Schmid bestreitet auch bereits seine vierte Saison im Gottéron-Dress. Und frisch haben die Freiburger den Düdinger Christoph Bertschy zurückgeholt, der einen Siebenjahresvertrag besitzt. So weit, so gut.

Das grosse Aber

Dennoch suchten in Vergangenheit zu oft Freiburger Eigengewächse die Flucht. Gottéron konnte Torhüter Ludovic Waeber keine Perspektive neben Reto Berra geben. Andrea Glauser hat aus seiner Sicht damals zu wenig Spielzeit erhalten. Das ist absolut nachvollziehbar, wenn man sieht, wie er sich bei Langnau und Lausanne zum Nati-Spieler entwickelt hat. Und da wäre auch Verteidiger David Aebischer, der von Christian Dubé mit seinen überharten Sanktionen wegen seiner Matura-Prüfung bestraft und "vergrault" wurde. Dazu kommen weitere Freiburger wie Axel Simic, Gauthier Descloux, Noah Rod oder Tristan Scherwey, die nie für die Profis von Gottéron gespielt haben.

Mein grosser Weihnachtswunsch ist, dass der Club nicht wieder die gleichen Fehler wie früher begeht. Ernennt Christoph Bertschy oder Sandro Schmid als nächsten Gottéron-Captain, sobald Julien Sprunger seinen Rücktritt gibt. Gebt Kevin Nicolet eine echte Chance, um sich in der National League zu behaupten. Der 19-Jährige hat wie Sandro Schmid seine zwei letzten Juniorenjahre in Schweden gespielt. Auch Kevin Etter, Luca Gauch oder Benjamin Brasey könnten vielleicht einmal wichtige Akteure werden. Gaétan Jobin erlitt leider schon mehrere Verletzungen, die ihn immer wieder zurückgeworfen haben. Aber auch ihn darf man nicht abschreiben. 

Die verlorenen Söhne

Holt die Eigengewächse zurück nach Freiburg. Ludovic Waeber muss eigentlich der nächste Gottéron-Stammgoalie sein, auch wenn die Vertragslaufzeiten von Berra und Waeber sich nicht überschneiden. Andrea Glauser besitzt ebenfalls noch einen längeren Vertrag bei Lausanne, er als Sensler gehört aber in diese Mannschaft. David Aebischer wird kaum zurückkehren, sofern Christian Dubé das Sagen hat, was bei Glauser nicht viel anders ist. Aber auch der 22-jährige Aebischer kann der Freiburger Verteidigung in Zukunft viel bringen. Und da wäre noch Loïc Galley. Gottéron zog Bryan Rüegger dem Freiburger Galley vor, als Back-up für Reto Berra in der nächsten Saison.

Es ist eine lange Wunschliste - liebes Christkind - aber bei Gottéron geht nichts über Identifikation, Leidenschaft und Zugehörigkeit.

Zum letzten Flammewärfer:

RadioFr. - Fabian Aebischer
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