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Holzige Riesen sollen Les Paccots retten

Riesige Holzskulpturen sollen Les Paccots retten. Insbesondere, weil die Pistenverhältnisse jährlich prekärer werden.

So sollte es auf der Piste nicht aussehen. Diese Bilder sind aber immer seltener. © Keystone

In Les Paccots rollen eher die Schweisstropfen von der Stirn, als dass Schneeflocken im Haar hängen bleiben. Der Freiburger Skiort, der in den letzten Jahren immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, ist auf einen weissen Winter angewiesen. Leider hat er die Skipiste auch heuer schnell wieder verlassen. Nach einem eigentlich guten Start Ende November. 

Eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus dem Tourismus und der Politik hatte diesbezüglich bereits eine schlechte Vorahnung. Seit fünf Jahren zerbricht man sich in Vevey immer wieder den Kopf, um eine Lösung zu finden, wie man den Skiort wieder attraktiver machen könnte. Und eine solche Lösung hat man nun gefunden. 

Vier Holzfiguren, die bis zu 18 Meter gross sein sollen, werden gebaut. In ihrem Innern sollen Besuchende Informationen über Alpen oder die Käserei im Berggebiet erhalten. Die Figuren sollen dabei von Wanderwegen, Kletterbereichen oder Aussichtsplattformen umgeben sein. 

Das Konzept für die Sennerin oder den Zimmermann aus Holz stammt aus Luzern. Das Unternehmen hat bereits ähnliche Projekte in Grindelwald und Dänemark realisiert. 

Viele ungeklärte Aspekte

Mit den Kunstwerken will man in Les Paccots einen Umsatz von rund 2,5 Millionen Franken generieren. Bevor das Projekt umgesetzt werden kann, gibt es allerdings noch einige Punkte zu klären. Auflagen in der Raumplanung, Gespräche mit GrundstückseigentümerInnen und das Budget werden darüber entscheiden, ob das Projekt umgesetzt werden kann oder nicht. Als Erstes hat jetzt der Kanton bis zu acht Monate Zeit, um sein Veto einzulegen. 

Ob sich die Bergbahnen Les Paccots und Rathvel an der Finanzierung beteiligen werden, ist ebenfalls noch unklar.

RadioFr. - Maëlle Robert / asc
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