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Liebesbeziehung - vertraglich geregelt

Die Künstlerin Jeanne Spaeter hat sich auf eine Beziehung mit einem Fremden eingelassen. Bald berichtet sie in Bulle von ihren Erfahrungen.

Marion Sugnaux, Jeanne Spaeter und Rebecca Bühler. © Frapp

Händchen halten, "ich liebe dich" sagen, miteinander schlafen: Das sind einige der ungeschriebenen Regeln, die für Paare gelten. Die 28-jährige Genfer Künstlerin Jeanne Spaeter hat ein ungewöhnliches Experiment gestartet, um diese Regeln zu hinterfragen. Im Januar 2020 liess sie sich auf eine Liebesbeziehung mit einem Fremden ein. Diese dokumentierte sie systematisch auf ihrem Instagram-Account.

Die Beziehung wird durch einen Vertrag mit 14 Klauseln geregelt, der mithilfe einer Anwältin ausgearbeitet wurde. Darin steht unter anderem, wie viele Stunden man mit dem Partner verbringt, wie häufig man Sex hat und wann man ihn den Eltern vorstellt.

"Ich wollte die ungeschriebenen Regeln für Paare in einen Arbeitsvertrag umwandeln. Zwei Menschen, die gemeinsam für das Unternehmen Paar arbeiten", erklärt Jeanne Spaeter schmunzelnd.

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Das Beziehungs-Experiment ging zehn Monate lang gut - dann hatte ihr Partner Mike genug. Spaeter war traurig, sie hätte gerne noch das Ende des Vertrags abgewartet. "Ich war enttäuscht, aber ich habe mich auch darüber gefreut, dass er diese Entscheidung für sich getroffen hat."

Die Künstlerin wird am 13. Februar im Ebullition in Bulle von ihren Erfahrungen erzählen. Der Vortrag findet im Rahmen der Apéros Sexo statt, die vom Collectif féministe du sud fribourgeois organisiert werden.

Frapp - Sophie Corpataux / Marion Pasquier / iwi
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