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Mal nicht Bern oder Genf, sondern Murten

Die Stadt Murten hat am Mittwoch Ignazio Cassis und die chilenische Aussenministerin empfangen.

Das Treffen zwischen den beiden Aussenpolitikern begann mit einem Handschlag und einem herzlichen Austausch vor dem Rathaus von Murten. © La Télé

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die internationale Diplomatie eine kleine Stadt mit weniger als 10'000 Einwohnenden zum Schauplatz hat. Vor dem offiziellen Gespräch zwischen den beiden politischen Agierenden erklärte Bundesrat Cassis, warum seine Wahl auf Murten fiel.

Die Geschichte, die Architektur, der Stadtplan dieser Stadt: Das sind Dinge, die uns träumen lassen. Es ist ein bisschen wie in ein Märchen einzutreten.

Die Region hat viel Potenzial und es wäre schade, sie vor Ministerinnen und Politikern aus anderen Ländern geheim zu halten, "denen man immer die gleichen Städte, Bern und Genf, zeigt".

Führung durchs Stedtli

So liess es sich Ignazio Cassis nicht nehmen, seiner Eingeladenen, der chilenischen Aussenministerin Antonia Urrejola Noguera, das Kopfsteinpflaster der mittelalterlichen Stadt zu zeigen.

Anschliessend wurden zahlreiche politische, aber auch ökologische und diplomatische Themen angesprochen.

Eine angenehme Überraschung

Für den Vize-Stadtpräsidenten Alexandre Schroeter ist dieser diplomatische Austausch eine Freude, wenn auch etwas unerwartet.

Murten stellt sich gerne zur Verfügung

"Es war eine Überraschung zu erfahren, dass das Treffen auf internationaler Ebene stattfindet. Wir dachten an ein Treffen auf Bundesebene."

Einheimische sehen vor allem die Möglichkeit, die Region aufzuwerten. "Es zeigt, dass Murten in der Schweiz gross ist, obwohl es klein ist", sagt eine Passantin. Eine andere lacht: "Herr Berset war hier, also müssen die anderen Bundesräte auch kommen!"

Und so könnte es vielleicht in der Zukunft vermehrt Murten, statt Genf oder Bern sein. Das Stedtli am See würde es begrüssen.

La Télé - François-Pierre Noël / ra / nschn
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