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"Einmal schossen wir den Bauern Häppere an"

Ob "Häppere ufläse", im Callcenter oder als Autoeinweiser: Die Cotting-Zwillinge, Leduc oder Trauffer erledigten in der Jugend weniger schöne "Jöblis".

Die Kinder- oder Studentenjobs sorgten bei diesen Künstlern nicht immer für gute Stimmung. © Keystone / Frapp

Wahrscheinlich haben alle von uns irgendeinmal ein "Jöbli" gemacht, das überhaupt nicht Spass gemacht hat. Ein richtiger Sch...job halt. In der RadioFr.-Rubrik "Mi gröscht Sch...job" erzählen beispielsweise die Cotting-Zwillinge der Sensler Band Rään über einen weniger tollen Job.

Wobei zunächst fiel Hugo und Erwin nichts ein. "Ja doch, 'Häppere ufläse' war nicht gerade der Hit, aber wir gingen einfach." Ein Telefon genügte, um die damals etwa Siebenjährigen zu aktivieren. Ein kleiner Lohn von drei Franken pro Tag erhielten die beiden, das Geld ging jedoch direkt aufs "Kässeli" bei der Bank.

"Ein paar Mal sind wir davon gelaufen und haben dem Bauer 'Häppere' angeschossen, weil es zu streng war."

Der Berner Rapper Leduc übte mehrere "Jöblis" in seiner Jugend aus. "Für Telefonumfragen war ich nicht gemacht." Verkaufen musste er zwar nichts, aber das half damals auch nicht. "Ich konnte auch nie nachhaken und akzeptierte die Entscheidungen. Deswegen bleibe ich bei Anrufen stets freundlich - auch jetzt. Aber es ist sogar mir unangenehm, wenn sie anrufen."

Auch der Freiburger Sänger Gustav erledigte einen "miesen" Sch...job. "Bei einer Gärtnerei musste ich Erde von A nach B schaufeln und es regnete wie aus einem Loch. Alle ausser ich waren gemütlich im Kaffee." Nach einer Stunde wurde es ihm aber zu viel, er warf die Schaufel hin und lief weg. "Ich habe zarte Hände und bin nicht gemacht fürs Schaufeln", erklärt der Sänger schmunzelnd.

Bereits als Kind wollte Trauffer Sänger werden und musste so Geld verdienen. Daher nahm er diverse "Jöblis" an. Einer davon war Parkdienst im Freilichtmuseum Ballenberg. "Am Sonntag in der Früh hielt ich alle Autos auf der Dorfstrasse an und das sorgte jedes Mal für ein riesiges Theater.

Die Leute glaubten ihm nicht, dass die Besucherinnen und Besucher auf dem Land parkieren mussten. "Das war ein Sch... im Quadrat."

Musiker Müslüm war in seiner Jugend Lieferant bei einer Pizzeria. Chef Mehmet nahm die Bestellungen auf. "Sein Deutsch war vor allem schriftlich eine Katastrophe. Einmal fuhr ich durch die halbe Stadt Bern und suchte die richtige Adresse, die es aber nur in der Fantasie von Mehmet gab."

"Mi gröscht Sch...job" läuft jeden Donnerstag um 18:20 Uhr in der "Fürabe Show" von Anne Moser und Anna Binz. 

RadioFr. - Fabian Aebischer / Anne Moser
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