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300'000 Franken Sackgeld

Freiburg-Gottéron verfügt über die finanziellen Mittel, um einen sechsten Ausländer zu verpflichten.

Gottéron hat das nötige Kleingeld für einen neuen Spieler. © KEYSTONE

Bei Freiburg-Gottéron geht die Planung für die neue Saison weiter. Der Verwaltungsrat hat die finanziellen Mittel zusammen und plant mit einem zusätzlichen Spieler aus dem Ausland. Laut Co-Sportchef Gerd Zenhäusern stehen im Moment drei bis vier Spieler in der engeren Auswahl. Namen werden aus verhandlungstechnischen Gründen keine genannt.

Der neue Spieler wird laut Zenhäusern aus der KHL (Kontinentale Hockey-Liga) und nicht aus der nordamerikanischen NHL kommen. Es kann auch ein Spieler sein, der noch einige Angebote aus anderen europäischen Ligen prüft und sich dann kurzfristig entscheidet. Mitte Juli möchte Gottéron den sechsten Ausländer vorstellen. "Der Spieler muss vom Produkt Gottéron überzeugt sein, das neue Stadion spielt dabei sicher eine Rolle", ergänzt Gerd Zenhäusern.

Spezieller Lohn

Ein wohlbehütetes Geheimnis ist der Lohn des sechsten Ausländers. Gerd Zenhäusern erklärt jedoch an einem fiktiven Beispiel, wie das Budget für einen Ausländer aussieht. Verdient dieser 300'000 Franken im Jahr, handelt es sich um seinen Nettolohn. Die Auslagen für Gottéron wären in diesem Fall aber 1,6-Mal höher als dieser Betrag. Sie würden 480'000 Franken betragen. Der Klub bezahlt nämlich die Quellensteuer, das Fahrzeug, die Wohnung und eine Privatschule für die Kinder des Spielers. Die 300'000.- für den Hockeyprofi sind also mehr ein "Sackgeld", so Zenhäusern.

Hockeyprofis sind in einer privilegierten Situation, ihnen geht es gut.

Gottéron hat aktuelle fünf "Söldner" unter Vertrag: die beiden Verteidiger Ryan Gunderson (USA) und Jusso Vainio (Fin) sowie die Stürmer David Desharnais (Can) und die beiden Schweden Jacob de la Rose und Marcus Sörensen.

Der vorläufige Kader von Gottéron 2022/2023.

RadioFr. - Martin Zbinden / pef
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