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Wegweisendes Wochenende für Gottéron

Ambrì-Piotta und Lausanne HC, die beiden Gegner am Wochenende der Drachen. Beide kämpfen um die Pre-Playoff, es werden harte Spiele.

Kann Gottéron in den letzten Spielen noch gewinnen oder gibt es eine Bruchlandung vor dem Start der Playoffs? © Keystone

Gestern nach dem Training war Hauptübungsleiter Christian Dubé nicht zufrieden mit seinen Spielern. Nicht betreffend des Trainings, sondern über ihre Einstellung. "Einige Spieler nehmen einige Gegner einfach zu wenig ernst", sagt der Trainer. "Gegen die Grossen spielen wir immer gut. Aber gegen die auf dem Papier schwächeren Gegner ist die Einstellung einfach nicht gut". 

Dubé spricht dabei nicht die ganze Mannschaft an, es gehe um einige Spieler. Namen nennt er keine. "Auch einen Einfluss hat der Fakt, dass letzte Saison einige Spieler um einen Vertrag spielen mussten. Jetzt sind sie ruhiger, haben einen Vertrag für kommende Saison. Klar, das ist menschlich, aber trotzdem auch schade", fügt der Trainer weiter an. 

Und fällt dann doch ein Name: Christoph Bertschy. Aber nicht im negativen, im Gegenteil. "Er gibt immer 100 Prozent. Ob im Training, ob im Kraftraum oder beim Spiel. Immer!", sagt Dubé. "Und ich erwähne es gerne: Er ist der Typ mit dem längsten noch laufenden Vertrag im Team", fügt er weiter an. 

Situation ganz anders als letzte Saison

Eine Reaktion fordert der Trainer also für die kommenden Spiele, die letzten sieben Spiele der Regular Season. In der Tabelle haben die Freiburger sechs Punkte Vorsprung auf die Pre-Playoff-Plätze. Diesen gilt es zu konservieren. Dafür braucht es bessere Leistungen, als die Drachen es vergangene Saison zur selben Zeit gezeigt hatten. 

Die letzten sechs Spiele der Qualifikation gingen allesamt verloren, in den letzten drei Partien konnten die Freiburger dabei nicht ein einziges Tor erzielen! "Es war eine komplett andere Ausgangslage", sagt Captain Julien Sprunger auf das Szenario angesprochen. "Wir waren bereits für die Playoffs qualifiziert, jetzt müssen wir um die Punkte kämpfen. Es ist normal, dass wir letzte Saison ein bisschen weniger abgespannt und somit auch weniger konzentriert waren." 

Genau diese Einstellung ist es wohl, welche Christian Dubé ziemlich zeitgleich bei den Journalisten-Kollegen anspricht. Nun liegt es an den Spielern, ihrem Trainer zu beweisen, dass er Unrecht hat mit seinen Aussagen. 

Kampf um Pre-Playoff gegen Kampf um Playoff

Freiburg-Gottéron will also in den letzten sieben Spielen der Qualifikation den sechsten Platz in der Tabelle mindestens halten, wenn nicht sogar noch Plätze gutmachen. Bis zu Platz drei, den ZSC Lions, haben sie nur fünf Punkte Rückstand, es ist noch vieles möglich. 

Auf der anderen Seite stehen dieses Wochenende zwei Teams, welche sich immerhin noch in die Pre-Playoffs retten wollen. Momentan liegen Ambrì und Lausanne auf den Plätzen zehn und elf. Zwei, respektive vier Punkte müssen sie noch auf Lugano gutmachen, um die Segel nach der Qualifikation nicht streichen zu müssen. 

Alle Teams wollen Punkte sammeln, ruhig angehen wird es keines der drei Mannschaften. Die Ausgangslage gegen Lausanne und Ambrì ist aus Freiburger Sicht die gleiche: Gegen beide Teams haben die Drachen zwei der drei bisherigen Partien der Saison gewonnen.

Mögliche Aufstellung gegen Ambrì-Piotta

Tor

  • Connor Hughes
  • Ersatz nicht klar, ob Berra oder Galley

Verteidigung

  • Gunderson und Jecker
  • Diaz und Vainio
  • Sutter und Seiler
  • Dufner und Chavaillaz

Angriff

  • Desharnais mit Mottet und Marchon
  • De la Rose mit Sörensen und Schmid
  • Rask mit Sprunger und Bertschy
  • Walser mit Jörg und einem Junior

Überzählig / Verletzt

  • Kuokkanen / Bykov
RadioFr. - Fabian Waeber
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