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Power Cats mit dem Rücken zur Wand

In einer hochstehenden Partie zwang NUC Volley Düdingen in fünf Sätzen in die Knie. Der Schweizer Meister führt in der Halbfinal-Serie 2:0.

Diagonalspielerin Alexandra Dascalu kam zu wenig oft mit ihrem Smash am Block der Neuenburgerinnen vorbei. (Archivbild) © Fred Jonin

Und wieder behält Neuenburg am Ende die Nerven. Wie schon Mitte Dezember gewinnt der Schweizer Meister im Leimacker einen regelrechten Krimi in fünf Sätzen. Zwar gingen die Düdingerinnen jeweils 1:0 und 2:1 in Sätzen in Führung, NUC reagierte aber und blieb im Entscheidungssatz cleverer. Wenn die Power Cats die Best-of-5-Serie noch drehen wollen, braucht es am Samstag zwingend ein Auswärtssieg.

Ein ständiges Hin und Her

Im ersten Satz startete der Gast aus Neuenburg etwas besser in die Partie und lag zwischenzeitlich 8:4 in Führung. Ein Zwischenspurt der Düdingerinnen drehte den Satz aber zugunsten des Heimteams. Den Vorsprung verwalteten sie bis zum Ende und nutzen den zweiten Satzball zum 25:22. 

Dann schaltete der Schweizer Meister einen Gang höher und führte schnell mit 11:4. Eine starke Serviceserie von Alexandra Dascalu brachte die Senslerinnen wieder zurück ins Spiel und erzwang beim Stand von 11:11 ein Timeout von Lauren Bertolacci. Die Trainerin von NUC fand einerseits die richtigen Worte, anderseits unterliefen den Power Cats viele Servicefehler. Damit glichen die Neuenburger mit einem 25:20 die Partie wieder aus.

Nach der zehnminütigen Pause kehrte Düdingen energievoller zurück. Beinahe über den gesamten Satz lagen sie in Führung und wurden auch in der Moneytime nicht nervös. Die Französin Dascalu schloss den Satz schliesslich mit einem Power-Smash zur 2:1-Satzführung ab.

NUC am Ende abgeklärter

In Anwesenheit der Beachvolleyballerin Zoé Vergé-Dépré war Satz vier ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss. Die Schwester von der Olympiadritten Anouk sah, wie die ehemalige Beachvolleyballerin Laura Caluori die Passeuse Mita Uiato ersetzte und sich sogleich mit einem Block positiv ins Spiel einwirken konnte. Die Neuenburgerinnen blieben aber abgeklärt und holten sich den Satzausgleich in der Verlängerung des vierten Satzes.

Im entscheidenden Umgang blieb bis zum 3:3 alles in der Reihe, ehe NUCs Olivia Wassner mit einer Serviceserie bis zum 8:3 den Düdingerinnen quasi den Stecker zog. Das liessen sich die Titelverteidigerinnen nicht mehr nehmen, holten sich den Satz nach einer langen Rallye mit 15:10 und führen in der Best-of-5-Serie nun 2:0. Am Samstag kann NUC mit einem Sieg zu Hause alles klarmachen und Düdingen könnte "nur" noch um den dritten Platz spielen.

RadioFr. / Frapp - Fabian Aebischer / Fabian Waeber
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