Von Tulpen und Ofenhäusern
Letztes Jahr ist Ueli Johners zweites Buch erschienen. Darin entführt er uns auf eine Reise durch die Geschichte seines Dorfes.

Er ist ausgebildeter Landwirt, Alt-Grossrat (SVP) des Kantons Freiburg und dazu noch zweifach publizierter Autor. Die Rede ist von Ueli Johner, Kerzerser Urgestein und seit seiner Geburt im elterlichen Bauernhaus wohnhaft. Letztes Jahr ist sein zweites Buch Dorfgeschichten aus Kerzers erschienen. Johner nimmt uns darin mit auf eine Reise durch die Vergangenheit seines Dorfes mit.
Das kleine Holland im grossen Moos
Für sein neues Buch hat der 77-jährige Kerzerser aus seinem lebenslangen Vorrat an Geschichten geschöpft. So erzählt er uns im ersten Kapitel, weshalb Kerzers früher auch Kleines Holland im grossen Moos genannt wurde. "Wir haben hier ähnlichen Boden wie in Holland. Also ist man auf die Idee gekommen, Tulpen im Moos anzupflanzen. Als ich noch ein Kind war, sind die Touristen in Scharen gekommen, um die Tulpen zu bestaunen", schwärmt Johner.
Doch das Wichtigste für Johner sind die Menschen hinter den Geschichten. Ein ganzes Kapitel ist dem "Joggeli Werner" gewidmet, einem Dorfunikat. "Er war nicht eine Stunde in seinem Leben in der Schule", erzählt uns der alteingesessene Kerzerser. "Er war zwar behindert, doch er war im Dorf akzeptiert und gehörte dazu. Heute wohnen die Behinderten bei uns fast ein wenig versteckt in einem Heim – zu meiner Jugendzeit war das noch anders."
Im Interview erzählt Ueli Johner weitere Geschichten aus der Vergangenheit von Kerzers und beantwortet die Frage, weshalb die Ofenhäuser im Seebezirk heute in geschätztes Kulturgut sind.
Ueli Johners Buch Dorfgeschichten aus Kerzers ist unter anderem bei der Freiburger Buchhandlung Canisius erhältlich.




