Argentinien steht unter grossem Druck

Keine 24 Stunden nach dem zweiten Todestag von Diego Maradona spielt Argentinien am Samstag um dem Verbleib im Turnier. Im schlimmsten Fall verpassen die Südamerikaner die Achtelfinals vorzeitig.

Schock in Argentinien: Der zweifache Weltmeister muss reagieren © KEYSTONE/AP/Gustavo Garello

Den Schock haben die Argentinier in den letzten Tagen versucht zu verdauen. Die Niederlage gegen Saudi-Arabien hätte zum WM-Start kaum unerwarteter kommen können. Über drei Jahre lang war die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni ungeschlagen geblieben, insgesamt 36 Matches. Und dann der Rückschlag gegen die Unbekannten aus Saudi-Arabien.

Mexiko, der nächste Gegner, ist für Argentinien kein Unbekannter. Das beginnt beim Trainer Gerardo Martino, der wie Lionel Messi aus der argentinischen Stadt Rosario kommt. Der 60-Jährige betreute Messi in Barcelona und als argentinischer Nationalcoach. Ein Titel gewann das Duo nicht. Jetzt kommt es zum Wiedersehen. "Ich werde alles geben, damit Mexiko gewinnt", sagte Martino.

Es ist fast 20 Jahre her seit die Mittelamerikaner letztmals gegen Argentinien gewinnen konnten. Zweimal verloren sie in den letzten Jahren an Weltmeisterschaften: 2006 im Achtelfinal nach Verlängerung gegen den noch sehr jungen Messi und vier Jahre später ebenfalls im Achtelfinal mit 1:3 gegen einen schon etablierten Messi.

Beide Mannschaften werden mit vielen Emotionen ins Duell am Samstagabend gehen, das schon ein Vorentscheidung bringen kann. Die Mexikaner werden in Katar von Zehntausenden Fans unterstützt, die Argentinier haben sich mit viel Pathos auf die Partie eingestimmt: Gedenken an Maradona und eigens für diesen wichtigen Match kreierter Song, in dem der Zusammenhalt beschworen wird.

Im anderen Spiel der Gruppe könnte sich Saudi-Arabien vorzeitig für die Achtelfinals qualifizieren. Es benötigt dafür einen Sieg gegen Polen, das gegen Mexiko zum Auftakt 0:0 gespielt hat.

Die möglichen Aufstellungen:

Polen - Saudi-Arabien

Samstag, 14.00 Uhr. - Education City Stadium, Al-Rayyan. - SR Sampaio (BRA).

Polen: 1 Szczesny; 2 Cash, 15 Glik, 14 Kiwior, 18 Bereszynski; 13 Kaminski, 10 Krychowiak, 21 Zalewski; 20 Zielinski, 19 Sebastian Szymanski; 9 Lewandowski.

Saudi-Arabien: 21 Al-Owais; 5 Al-Bulaihi, 12 Abdulhamid, 17 Al-Tambakti, 13 Al-Shahrani; 8 Al-Malki, 10 Salem Al-Dawsari, 11 Al-Shehri, 23 Kanno; 9 Al-Buraikan, 7 Al-Faraj.

Bemerkungen: Polen komplett. Saudi-Arabien ohne Al-Faraj und Al-Shahrani (beide verletzt).

Argentinien - Mexiko

Samstag, 20.00 Uhr. - Lusail Stadium, Lusail. - SR Orsato (ITA).

Argentinien: 23 Emiliano Martinez; 4 Montiel, 13 Romero, 19 Otamendi, 8 Acuña; 5 Paredes, 7 De Paul; 11 Di Maria, 10 Messi, 17 Gomez; 22 Lautaro Martinez.

Mexiko: 13 Ochoa; 19 Sanchez, 15 Moreno, 3 Montes, 23 Gallardo; 4 Edson Alvarez, 16 Herrera, 24 Chavez; 22 Lozano, 20 Martin, 10 Vega.

SDA
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