Das Ende eines Traditionsunternehmens

Nach zehn Jahren schliesst das Sportgeschäft Mountain Spirit der Familie Corpataux. Noch gibt es drei ähnliche Händler in Deutschfreiburg.

Bei den Sportgeschäften in Deutschfreiburg läuft es unterschiedlich gut. © Keystone

Mitte September ist Schluss. Die Betreiber des Sportgeschäfts Mountain Spirit hören auf. Die Familie Corpataux hatte sich auf den Bergsport spezialisiert und verkaufte Artikel fürs Trekking, den Klettersport oder Skitouren.

Laut Erwin Corpataux, Gründer des ehemaligen Sportgeschäfts Sonny Sport und Mitarbeiter bei Mountain Spirit, hat der Onlinehandel seinem Laden in den letzten Jahren zugesetzt. Aber nicht nur: "Die Lieferfirmen beliefern zuerst die grossen Firmen und nur, wenn etwas übrig bleibt, die kleinen Firmen", sagt Erwin Corpataux. Aus diesem Grund habe ihnen viel Ware gefehlt.

Trotzdem lässt er den Kopf nicht hängen. "Ich führe den Naturkostladen weiter." Sollte die Situation es erlauben, schliesst er eine Wiedereröffnung des Sportgeschäfts nicht aus.

Das Angebot schrumpft

Somit bleiben in Deutschfreiburg drei Sportläden übrig: das Geschäft Side Cut im Schwarzsee, Rudaz-Sport in Tafers und Mondo Sport in Murten. Patrick Rudaz von Rudaz-Sport in Tafers wurde vom Ende von Mountain Spirit überrascht. "Ich hatte das Gefühl, dass er gut aufgestellt war."

Marc Huber vom Geschäft Side Cut findet das Ende von Mountain Spirit schade. "Ich habe nie damit gerechnet." Sowohl Huber als auch Rudaz gingen davon aus, dass sich die Spezialisierung der Familie Corpataux bewährt.

Andere Situation

Für Huber lief das Geschäft in den letzten zwei Jahren rund. "Wir hatten im Schwarzsee das Glück, dass wir extrem viele Gäste hatten", sagt Huber. Auch Rudaz kämpft zurzeit mit keinen wirtschaftlichen Problemen. Er beliefert Vereine in der Region Tafers.

"Der Teamsport läuft sehr gut, es wird viel Fussball gespielt", sagt Patrick Rudaz. Im Geschäft selbst hingegen sei die Auswahl limitiert, so Rudaz. Da fehlten manchmal Produkte.

Bei Mondo Sport in Murten heisst es auf Nachfrage, dass die Zahl der Kundinnen und Kunden im Vergleich zur Pandemie abgenommen hat. Entsprechend ging der Umsatz im Sommer leicht zurück.

RadioFr. - Martin Zbinden / pef
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