Das FIFF erweist dem moldauischen Kino die Ehre

Die Republik Moldau ist dieses Jahr Gast der Sektion "Neues Territorium" des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF).

Jung und erfrischend: Paparuda (2016) von Lucia Lupu ist einer der sechs moldauischen Filme im Kurzfilmprogramm 2. © zvg

Mit der Sektion "Neues Territorium" taucht das Internationale Filmfestival Freiburg jedes Jahr in das Filmschaffen eines Landes ein, das noch kaum bekannt ist. Dieses Jahr ist das weltweit erste Panorama über das Kino der Republik Moldau zu sehen. Das kleine Nachbarland der Ukraine, das aktuell im Fokus der Schlagzeilen steht, überrascht dabei mit viel Kreativität und Poesie.

Kurator der Sektion ist der moldauische Produzent Ion Gnatiuc. Er hat drei Spielfilme, vier Dokumentarfilme und zehn Kurzfilme ausgewählt, die stellvertretend für das ironische, leidenschaftliche und vielversprechende Filmschaffen seines Landes stehen. Ein schöner Einblick lässt sich am Mittwoch, 22. März, gewinnen. Zu sehen ist dann etwa Carbon, der moldauische Oscar-Kandidat 2023 von Ion Borş (15.15 Uhr). Der hochaktuelle Film spielt während des Transnistrien-Konflikts und erzählt auf humorvolle Weise von zwei Soldaten auf der Suche nach der Identität einer verkohlten Leiche.

Am Abend läuft mit Pigeon’s Milk der erste Film, der in der nicht anerkannten pro-russischen Republik Transnistrien gedreht wurde und von einem jungen Mann handelt, der fest entschlossen ist, nach Europa zu flüchten (21.30 Uhr).

Auch die zwei moldauischen Kurzfilm-Programme stehen am Mittwoch auf dem Programm (13.00 und 18.00 Uhr). Spannung, Liebe, starke Persönlichkeiten und alptraumhafte Drehbücher: Die zehn Kurzfilme zeugen von einem jungen, erfinderischen und sehr eigenständigen Kino. Das Programm 2 ist übrigens auch für das junge Publikum ab 12 Jahren geeignet.

RadioFr. - Redaktion / FIFF
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