Die Skorerpunkte habe ich mir für die Nati aufgespart
Michel Aebischer hat den Sprung ins Natikader wieder geschafft. Mit RadioFr. sprach der Sensler über seine Saison bei Bologna und über die Ziele in der Nati.

Mit seinem Verein Bologna erspielte sich Michel Aebischer in dieser Saison den 9. Platz in der Serie A. Mit dem Abstieg hatten die "Rossoblu" somit nichts zu tun, um europäisch mitzureden, reichten die 54 Punkte aber ebenfalls deutlich nicht.
Ähnlich fiel auch das persönliche Fazit von Michel Aebischer zu seiner ersten kompletten Saison in Bologna aus. Grundsätzlich gut, mit Luft nach oben. "Als zentraler Mittelfeldspieler setzte mich der Trainer auch auf dem Flügel ein. Dies brauchte natürlich Anpassungszeit, es tat mir aber auch gut mal auf einer anderen Position zum Einsatz zu kommen", resümiert Michel Aebischer. Der Sensler möchte nun an seiner Produktivität arbeiten und "die 50% Einsatzzeit in die Höhe schrauben." 50% der gesamten möglichen Spielzeit erhielt Michel Aebischer nämlich gemäss dem Statistikportal "Transfermarkt". In Bologna fühlt sich der Freiburger mit Vertrag bis 2026 wohl, sagt aber auch, "ich habe schon immer gesagt, dass die Bundesliga ein Traum von mir ist. Deshalb kann ich nicht sagen, ich bin sicher noch 3 Jahre hier, ich werde aber ganz sicher auch nicht beim erstbesten Angebot weg sein."
Nach Unterbruch wieder in der Nati
Vorerst gilt die Konzentration Aebischers aber der Schweizer Nationalmannschaft. Nachdem er von Murat Yakin für den EM-Quali Auftakt nicht berücksichtigt wurde, setzt der Nati Trainer für Spiel drei und vier wieder auf die Dienste des Senslers. "Es fühlt sich wie eine Belohnung an für die harte Arbeit, die man leistet und das freut mich sehr", kommentiert Aebischer seine Nomination. Gegen Andorra und Rumänien steht die Schweiz klar in der Favoritenrolle. Für Aebischer ein zweischneidiges Schwert. "Alle denken, das sind Spiele, die wir klar und deutlich gewinnen müssen. Aber für die Gegner ist es jeweils ein Riesenspiel, wenn sie gegen eine grosse Nation antreten. Und sie werden deshalb alles versuchen, dass die 0 so lange wie möglich steht." Trotzdem fügt Aebischer an, "mit einer konzentrierten Leistung muss ein positives Resultat möglich sein". Angesprochen auf das 1. Nati Tor, auf welches Michel Aebischer noch wartet, meinte der 26-Jährige scherzhaft, "vielleicht habe ich mir die Skorerpunkte tatsächlich für die Nati aufgespart."
Die Schweiz ist bisher optimal in die EM Qualifikaiton gestartet. In den ersten beiden Spielen gegen Belarus und Israel holte das Team von Murat Yakin die erwarteten sechs Punkte mit einem Gesamtscore von 8:0. Mit zwei Siegen gegen Andorra und Rumänien am Montag, könnte die Schweiz schon einen grossen Schritt in Richtung EM 2024 in Deutschland machen.




