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Die Spieler von Freiburg-Gottéron unter der Lupe

Die RadioFr.-Sportredaktion bewertet 25 Spieler der ersten Mannschaft und gibt eine Einzelkritik ab.

Das Kader von Freiburg-Gottéron im Jahr 20/21 © Website Freiburg-Gottéron

Von Montag bis Freitag wird die Mannschaft von Freiburg-Gottéron unter die Lupe genommen. Pro Tag werden fünf Spieler analysiert. Wir beginnen die Serie mit den fünf Spielern, die uns am wenigsten überzeugt haben, also von der Nummer 25 bis zur Nummer 21: Stürmer Gaétan Jobin, Stürmer Jordann Bougro, Stürmer Daniel Brodin, Verteidiger David Aebischer und Verteidiger Marc Abplanalp.

25) Stürmer Gaétan Jobin 27GP 1G 1A

Gaétan Jobin konnte diese Saison als 19-Jähriger bereits 27 Partien in der höchsten Liga mit Gottéron spielen. Er konnte viel Erfahrung sammeln. Zum wirklichen Durchbruch kam es dabei allerdings nicht. Noch in der Vorbereitung an der "Coupe des Bains" in Yverdon hat er gegen Lausanne frech gewirbelt und sein riesiges Potential aufgezeigt. Bis zu den Verletzungen von Rossi (Januar und Februar) musste er jeweils mit nur wenigen Einsätzen als 13. Stürmer zufrieden sein. Klar ist das nicht ideal, trotzdem: Wenn man die Vorbereitung und die daran gekoppten Leistungen betrachtet, hat Jobin diese Saison im Vergleich zu anderen jungen Spielern im Team wenig bis keine Fortschritte gemacht. Der Freiburger hat noch einen Vertrag bis 22/23.

24) Stürmer Jordann Bougro 56GP 3G 4A

Jordann Bougro, welcher sozusagen den Job von Vauclair in der vierten Linie übernommen hatte, konnte überhaupt nicht überzeugen. Der 23-jährige Franzose mit Schweizer Lizenz war teilweise ungenügend, teilweise knapp genügend in seiner Rolle als 4. Linien-Checker. Er konnte sich weder durch viele Blockshots und gutem Backchecking, noch durch gefährliche Entlastungsangriffe auszeichnen. Das Puckhalten ist problematisch und von aussen hat man auch das Gefühl, dass Bougro nicht wirklich Teil der Mannschaft ist. Er ist durch einen beliebigen anderen (billigen) Schweizer Spieler zu ersetzen. Vielleicht sogar jemand aus dem eigenen Nachwuchs? Jordann Bougro hat noch einen Vertrag für die nächste Saison.

23) Stürmer Daniel Brodin 14GP 3G 2A

Daniel Brodin hat eine schwierige Saison hinter sich. Zuerst muss der 31-jährige Schwede als überzähliger Ausländer hinten anstehen. Ausser einigen Cupeinsätzen und wenigen Einsätzen in der Meisterschaft musste sich Brodin im Kraftraum fithalten. Klar ist dies für einen gestandenen Profi eine schwierige Situation, doch auch in den insgesamt 14 Spielen über die ganze Saison zerstreut, in welchen Brodin eine Chance kriegte, konnte er nicht überzeugen. Und zum Schluss der Saison kam es noch dicker für Daniel Brodin: Er holte sich eine Hirnerschütterung und muss in der Saisonpause wieder neu aufbauen. Nächste Saison dürfte er, wie auch in der vorherigen Saison, wieder ein wichtiger Stammspieler bei Gottéron sein. Der Schwede hat noch einen Vertrag für die nächste Saison.

22) Verteidiger David Aebischer 31GP 0G 6A

David Aebischer liebt seine Farben und ist seit Beginn der Saison engagiert. Er harmoniert auf und neben dem Eis bestens mit Sandro Schmid. Marc Abplanalp hatte als Routinier lange Zeit die Aufgabe mit dem 20-jährigen Freiburger im Verteidigerpaar den Lead vorzugeben. Defensiv und auch vom Positionsspiel her ist Aebischer noch nicht ganz auf dem Niveau der National League angelangt. Offensiv hat der Rechtsschütze aber lange von Furrers Verletzung profitiert und konnte sogar im Powerplay Erfahrungen sammeln. Bei der Rückkehr von Furrer und der Bekanntgabe der Verpflichtung von Raphael Diaz kriegte Aebischer neben seinen Maturaprüfungen immer weniger Spielpraxis. Der Rookie zerbrach dem Druck, und suchte via Spieleragent einen Machtkampf mit Trainer Dubé. Danach wurde er nach Ajoie abgeschoben. David Aebischer hat in dieser Saison auf und neben dem Eis viel gelernt. Und er hat gezeigt, dass er in Zukunft ohne Probleme in der National League einen Stammplatz verteidigen kann. David Aebischer hat noch einen Vertrag bis Ende Saison 21/22.

21) Verteidiger Marc Abplanalp 48GP 1G 9A

Nach einer starken letzten Saison wurde mit Gottéron-Urgestein Marc Abplanalp noch einmal um ein Jahr verlängert. Nun folgte eine schwache Saison. In seiner Rolle als Mentor auf dem Eis im Verteidigungspaar mit Aebischer konnte er nicht überzeugen. Ausserdem leistete sich der 36-jährige Berner beim ersten Pass immer wieder fatale Ausrutscher, welche direkt zu Gegentoren geführt haben. Und auch an der offensiven blauen Linie stimmte das Timing in der Rückwärtsbewegung nicht immer. Auch wenn der sympathische Marc gerne sein letztes Spiel vor Publikum gespielt hätte und eine Verlängerung diskutiert wurde, war es nun Zeit zu gehen. Gottéron kann sich bei ihm für seine Treue bedanken. Dass die Nummer 2 unter dem Stadiondach hängen wird, darf man nach über 600 Spielen erwarten. Vielleicht sehen wir ihn bald im Dress der Düdingen Bulls. Gerüchten zufolge soll aber auch der SC Lyss eine Rolle spielen. Die Chancen sind also da, dass Marc Abplanalp ein paar Ligen tiefer weiter Eishockey spielen wird.

RadioFr. - Martin Zbinden / Ivan Zgraggen
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