Ein teurer Alarm
Ein 12-Jähriger löste am vergangenen Samstag einen falschen Bombenalarm in Murten aus. Die Rechnung müssen seine Eltern bezahlen.

Am vergangenen Samstag musste die Kantonspolizei Freiburg mit einem Grossaufgebot ausrücken. Grund dafür war eine Bombendrohung in Murten. Neben Sprengstoffspürhunden kam auch die Minenräumung bei der Migros zum Einsatz. Bei der Bombendrohung handelte es sich jedoch nur um einen schlechten Scherz eines 12-Jährigen.
Keine Haftstrafe
Ihm drohen deswegen bis zu zehn Tage gemeinnützige Arbeit. Freiheitsstrafen werden erst bei Jugendlichen ab 15 Jahren verhängt. "In den Augen der Justiz handelt es sich nicht um einen Scherz, sondern um eine Straftat", betont Sandrine Boillat-Zaugg, Präsidentin des Jugendgerichts in Freiburg.
Solche Einsätze der Polizei sind im Kanton selten. Der letzte fand im Jahr 2018 am Bahnhof Freiburg statt. Auch damals handelte es sich um einen falschen Alarm. "Von vornherein kann man nicht sagen, ob es sich um eine Falschmeldung handelt oder nicht", erklärt Gino Frangone, Sprecher der Kantonspolizei Freiburg. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass schnell eine grosse Anzahl von Personen vor Ort ist." Dazu gehören je nach Situation auch Sprengstoffexperten.
Rechnung geht an die Eltern
Solche Einsätze sind deshalb teuer. "Die Kosten belaufen sich auf mehrere Tausend Franken", sagt Gino Frangone. Wie teuer der Einsatz am vergangenen Samstag war, lässt sich jedoch noch nicht sagen. Die Rechnung müssen in diesem Fall die Eltern begleichen.



