Immer mehr Freiburger lassen sich sterilisieren

Bereits vor der Corona-Pandemie ist die Zahl der Vasektomien gestiegen. Seit der Pandemie habe sich dieser Trend fortgesetzt.

Die Sterilisierung wird bei Freiburger Männern immer beliebter. (Symbolbild) © Pixabay
Im Kanton Freiburg lassen sich pro Jahr zwischen 400 und 500 Männer sterilisieren. Das sagt der Freiburger Urologe Kyriakos Xafis. Seit der Corona-Pandemie haben aber merklich mehr Männer auf diese Art der Verhütung zurückgegriffen. Einen regelrechten Ansturm habe es gegeben: "Es gab etwa 25 Prozent mehr Vasektomien als davor", sagt Kyriakos Xafis. Die Behandlung dauert fünfzehn bis zwanzig Minuten.

Abgeschlossene Familienplanung

Die meisten Männer, die sich einer Vasektomie unterziehen, sind zwischen dreissig und vierzig Jahre alt. Bei ihnen sei die Familienplanung abgeschlossen. Es gebe laut Kyriakos Xafis aber auch jüngere Männer, die sich zu diesem Schritt entscheiden: "Wir haben gelegentlich auch jüngere Patienten. Diese sind sogar erst 18 oder 19 Jahre alt und sagen, sie wollten definitiv keine Kinder haben", erklärt der Urologe weiter. In diesen Fällen stelle man sicher, ob der junge Mann verstehe, welchem Eingriff er sich unterziehe.

Bei der Vasektomie werden die Samenleiter um einen Zentimeter verkürzt. Die Operation kann unter Teilnarkose durchgeführt und bei Bedarf wieder rückgängig gemacht werden.

RadioFr. - Livia Schmid / mac / faeb
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