In Vuadens wird bald Holz in Energie umgewandelt

Gruyère Energie hat ein Projekt für eine Kraft-Wärme-Kopplung mit Altholz vorgestellt. Die Infrastruktur wird 2024 in Betrieb genommen.

So soll das Gebäude von Gruyère Energie nach Abschluss des Projekts aussehen. © Gruyère Energie SA

Der Energieversorger Gruyère Energie SA (GESA) und das Unternehmen für Wartungsarbeiten Hubert Etter et Fils SA lancieren ein Projekt zur Kraft-Wärme-Kopplung, bei dem lokal gesammeltes Altholz zur Stromerzeugung genutzt wird. Die in Vuadens geplante Infrastruktur soll den Jahresverbrauch von rund 1'300 Haushalten decken.

Gruyère Energie beabsichtigt, mit diesem Kraftwerk die Sicherheit seiner thermischen Produktion zu gewährleisten, insbesondere durch die Diversifizierung der Energieträger. Ziel ist es auch, ein Instrument zur Erzeugung von einheimischem Strom, insbesondere für den Winter, zu entwickeln.

15'000 Tonnen Holz verwerten

Langfristig können mit dieser neuen Produktionsanlage laut den beiden Unternehmen jährlich bis zu 15'000 Tonnen Altholz verwertet werden. Derzeit werden nur 25 Prozent des Altholzes im Kanton Freiburg verwertet, der Rest wird ins Ausland geschickt, wo es verbrannt oder zu Holzplatten verarbeitet wird.

"Natürlich darf uns der Bau eines solchen Kraftwerks nicht dazu verleiten, mehr Altholz zu verbrauchen oder zu produzieren", erklärt Dominique Progin, Leiter Energie und Infrastruktur bei Gruyère Energie. "Trotzdem haben wir immer noch Bauholz, des Abbruchholz oder zum Beispiel Holz der Möbel, die man zur Müllabfuhr bringt. Mit unserem Kraftwerk können wir eine regionale und nachhaltige Lösung bieten."

Das als Brennstoff verwendete Holz wird als Ersatz für die jährlich zusätzlich verbrauchten 3 Millionen Liter Heizöl dienen. Tatsächlich wird dieses neue Instrument mindestens 9'000 Tonnen CO₂ einsparen und gleichzeitig Altholz aufwerten. "Es ist ein Rohstoff mit hohem Heizwert, den man bei uns in lokalen Anlagen nutzen kann, die die regionale Wirtschaft ankurbeln können."

Das Projekt wird am Freitag öffentlich aufgelegt. Die Arbeiten sollen im Frühsommer 2023 beginnen und im Laufe des Jahres 2024 in Betrieb genommen werden. Diese neue Infrastruktur wird die Tarife von Gruyère Energie nach Angaben des Betreibers nicht erhöhen.

RadioFr. - Maëlle Robert / ra / tm
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