Kanton entlastet Gemeinden

Im Rahmen des Mobilitätsgesetzes gehen rund ein Dutzend Strassenabschnitte von Gemeinden an den Kanton über. Zum Beispiel in Plaffeien.

Die Strasse zwischen Zollhaus und Sangernboden wird bald vom Kanton Freiburg unterhalten. © Google Street View

"In unserer Gemeinde hat eigentlich niemand verstanden, weshalb wir noch für den Unterhalt dieses Strassenabschnitts bezahlten", sagt Daniel Bürdel, Syndic von Plaffeien (CVP - die Mitte). Jahrelang habe der Gemeinderat versucht, das Teilstück zwischen dem Ortsteil Zollhaus und Sangernboden auf der Berner Seite an den Kanton Freiburg abzutreten. Die Strasse verbinde den Gurnigelpass und den Naturpark Gantrisch mit dem Senseoberland. Gerade Ausflügler, die an den Schwarzsee reisen, würden oftmals diesen Weg benützen, so Bürdel.

Der Unterhalt des Strassenstücks sei zudem aufwendig. Das Gelände ist ständig in Bewegung, weshalb die Strasse immer wieder leidet, und öfters als andere Abschnitte saniert werden muss. Vor vier Jahren hat Plaffeien für eine Gesamterneuerung des Teilstücks eine Viertelmillion Franken investiert.

Jetzt kommt offenbar Bewegung in die Sache. Der Strassenteil ist einer von rund einem Dutzend im Kanton, der im Rahmen des neuen Mobilitätsgesetzes kantonalisiert wird. "Der Abschnitt ist von interkantonaler Bedeutung", bestätigt Bau- und Verkehrsdirektor Jean-François Steiert. Er hat deshalb eingelenkt - und Plaffeien kann durchatmen. Syndic Daniel Bürdel spricht von einer "grossen Entlastung".

Noch ist das Gesetz allerdings nicht in Kraft. Die Vernehmlassung ist seit einer Woche abgeschlossen; voraussichtlich im Herbst wird sich das Kantonsparlament dazu äussern.

RadioFr. - Lukas Siegfried / rb
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