Katar gelobt Besserung

Je 2:0 sind die beiden ersten Spiele in der Gruppe A ausgegangen. Am Freitag stehen sich die Sieger und die Verlierer gegenüber.

Katar-Trainer Felix Sanchez (links) gratuliert Ecuadors Coach Gustavo Alfaro zum Sieg © KEYSTONE/EPA/Ronald Wittek

Die Niederlande, die gegen den Senegal spät zum Sieg kam, trifft auf Ecuador, das gegen Katar die Weichen sehr früh auf Erfolg gestellt hatte. Allerdings bangen die Südamerikaner um ihren Doppeltorschützen Enner Valencia, der angeschlagen ist. "Er hat keine Verletzung, das ist schon mal gut", sagte Ecuadors Nationaltrainer Gustavo Alfaro. "Aber es war ein heftiger Schlag. So etwas hat immer Konsequenzen."

Ob mit oder ohne den Goalgetter - die Stimmung im Team Ecuadors ist blendend. "Wir sind sehr stolz. Wir haben unserem Land eine grosse Freude bereitet", sagte Mittelfeldspieler Jhegson Méndez vom FC Los Angeles. Alfaro befand: "Wir spielen jetzt gegen eine Mannschaft, die Weltmeister werden will. Wir haben nichts zu verlieren. Wir werden bis zum Ende kämpfen und rennen."

Völlig anders ist die Gemütslage bei Gastgeber Katar. "Wir haben die Nerven verloren und waren nicht in der Lage, vier Pässe hintereinander zu spielen", sagte Coach Felix Sanchez nach dem Eröffnungsspiel. "Dazu kamen viele Lücken in der Verteidigung. Das Team war nicht ausbalanciert, und das hat uns weh getan."

Der Spanier, der seine Truppe über Jahre hinweg aufgebaut hat, versprach eine "effektivere und wettbewerbsfähige" Mannschaft. Defensive Anfälligkeiten wie gegen Ecuador kann sich Katar gegen den Senegal jedenfalls nicht mehr leisten. Ansonsten ist das frühe Aus schon in der Gruppenphase bittere Gewissheit. Ein Hausherren-Schicksal, das bisher nur Südafrika 2010 ereilte.

SDA
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