Keine Bescherung für die Angestellten im Detailhandel
Bald ist Weihnachten. Freiburger Geschäfte stocken das Personal für die Festtage auf - allerdings gibt es fast nur befristete Verträge.

Befristete Verträge während der Weihnachtszeit sind im Detailhandel zwar üblich. Wegen Corona hat sich dieser Trend aber noch verstärkt. Laut Charles de Reyff, Leiter des kantonalen Amtes für den Arbeitsmarkt, handle es sich um eine Risikoabwägung der Arbeitgeber. "Mit einem Kurzvertrag ist die finanzielle Sicherheit grösser."
Während den Festtagen arbeiten jeweils 10 Prozent mehr Angestellte im Verkauf. Auch wenn es praktisch nur befristete Stellen sind, empfiehlt Charles de Reyff arbeitslosen Personen, sich darauf zu bewerben. "Es ist immer gut, eine Arbeit zu haben." Wer beim RAV gemeldet ist, erhalte dadurch in fast allen Fällen mehr Lohn. Zudem erhöhen arbeitslose Personen ihre Chancen, später eine Stelle zu finden, indem sie einen guten Eindruck hinterlassen, so de Reyff.
Anstellung auf Kosten der Gesellschaft
Gewerkschaften kritisieren hingegen die befristeten Verträge. Wie François Clément von der Unia gegenüber RadioFr. sagt, seien die Arbeitsbedingungen schlecht. Hinzu komme, dass die Gesellschaft Steuergelder bezahlen müsse, wenn Firmen nur temporär anstellen und die Leute danach wieder arbeitslos seien.
Charles de Reyff zeigt sich dafür optimistisch, dass sich die Situation des Detailhandels in den nächsten zwei Jahren verbessert und die Arbeitgeber wieder vermehrt unbefristete Arbeitsverträge anbieten können.




