Das Aushängeschild eines bescheidenen Fussballkantons

Der FC Bulle ist das beste Freiburger Fussballteam. Die Greyerzer sollen den Fussball im Kanton wieder relevanter machen, sagt Sportredaktor Martin Zbinden.

Noch ein Sieg fehlt, um den Aufstieg in die Promotion League perfekt zu machen. © Keystone

Der FC Bulle steht kurz vor dem Aufstieg in die 1. Liga Promotion League. Am Mittwochabend holten die Greyerzer im Hinspiel der letzten Aufstiegsrunde auswärts gegen Tuggen ein 0:0. Ein Sieg trennt das Team von Lucien Denervaud vom Aufstieg in die dritthöchste Liga. Zuvor schalteten sie in der ersten Runde das klar favorisierte Wohlen aus - mit einem Gesamtskore von 6:1 deklassierte Bulle die Aargauer gar.

Auf dem Weg in die Aufstiegsrunde zeigten sich der FCB oftmals nervenstark. Die Greyerzer lagen nach der Meisterschaft auf dem dritten Rang, wiesen jedoch sowohl die beste Offensivabteilung sowie die beste Defensive der Gruppe auf. Nur 23 Treffer kassierte das 1. Liga-Team in 26 Partien.

Das frühe Sommermärchen

Von den vier Teams, die noch im Rennen um den Aufstieg sind, hat Bulle das kleinste Budget - dafür umso mehr Dorfcharakter. 80 Prozent der Equipe sind Spieler aus der Region. Dazu kommt das äusserst junge Durchschnittsalter von 23 Jahren. Das Team verfügt über keinen Star, alle 22 Spieler teilen die Verantwortung unter sich auf.

Der Kanton Freiburg verschwand vor knapp zehn Jahren vor der Schweizer Fussballkarte, als der FC Freiburg aus der Promotion League abgestiegen ist. Umso wichtiger ist es, dass Bulle dem Fussball im Kanton wieder Relevanz gibt, indem sie aufsteigen.

Am Samstag, um 17.00 Uhr empfängt Bulle die Schwyzer zum entscheidenden Duell um den Aufstieg.

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RadioFr. - Martin Zbinden / faeb / rb
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