Künftiger Trainer von Volley Düdingen freigestellt

Leonardo Portaleoni, der nächste Saison die Power Cats übernimmt, wurde bei Franches-Montagnes vom Trainerposten der NLA entbunden.

Leonardo Portaleoni, der zukünftige Trainer von Volley Düdingen, ist bei seinem aktuellen Verein in Ungnade gefallen. © zvg

Die Verpflichtung von Leonardo Portaleoni durch Volley Düdingen hat einige Wellen geschlagen. Nach Bekanntgabe, dass er ab dem Sommer seinen Verein Franches-Montagnes verlässt, wurde er im Jura per sofort von seinem Amt als Cheftrainer des NLA-Teams freigestellt. 

Ich finde es schade, dass sich der Verein zu diesem Schritt entschieden hat. Aber ich akzeptiere diesen natürlich.

Leonardo Portaleoni

Auf Anfrage von RadioFr. sagte Leonardo Portaleoni, dass er überrascht war über den Entscheid des Vereines. "Ich war von Anfang an ehrlich mit der Klubführung, habe sie sofort nach dem ersten Kontakt mit Düdingen informiert." Zudem hätten die Vereine bereits während den letzten drei Spielen von Franches-Montagnes - mit Portaleoni an der Seitenlinie - gewusst, dass der Wechsel stattfinden würde. Da sei es noch kein Problem gewesen, auch wenn bereits ein Spiel gegen Düdingen darunter war. Nun wissen es auch die Spielerinnen, deshalb habe man sich wohl zu diesem Schritt gezwungen gefühlt, sagte der Brasilianer. 

Wie es jetzt weitergeht, wisse er noch nicht genau. In der Pressemitteilung von Franches-Montagnes steht, dass sie ihm Vereins-interne Aufgaben zuteilen werden, bis sein Vertrag Ende April 2023 beendet ist. Danach werde er für drei Jahre in Düdingen sein. 

Die Pressemitteilung von Franches Montagnes
Die Pressemitteilung von Franches-Montagnes

Bissiger Kommentar von Franches-Montagnes

Auf Anfrage wollte der Präsident des jurassischen Klubs, Bertrand Faivet, keine Stellung nehmen. Er meinte nur, dass es nicht mehr zu sagen gebe, als in der Pressemitteilung stehe. Darin fand sich zudem folgender Satz:

Von Volley Düdingen angeworben, entschied er sich, sich von den Sirenen des Freiburger Vereins verführen zu lassen für eine neue Herausforderung mit deren erster Mannschaft in der NLA.

Ein weiterer Knackpunkt beim Transfer war zudem, dass Leonardo Portaleoni erst Anfangs der laufenden Saison einen Vertrag bis 2025 im Jura unterschrieben hatte. Diesen habe man aber im gegenseitigen Einverständnis zum Ende dieser Saison aufgelöst. "Wir wollen ja nicht die Bösen sein", sagte Bertrand Faivet, der Präsident von Franches-Montagnes, als er darauf angesprochen wurde. 

Nicht viel Verständnis für die Aktion

Nicht nur der leidtragende Leonardo Portaleoni war überrascht über die Aktion seines langjährigen Vereins. Auch bei Düdingen kam die Aktion nicht sehr gut an. "Wir finden es schade, dass sich Franches-Montagnes zu diesem Schritt gezwungen fühlte. Wir haben eigentlich alles geklärt und es schien, als gäbe es keine Probleme zwischen dem Verein und ihrem Noch-Trainer", sagte Volley Düdingen Präsident Urs Balsiger auf Anfrage. 

Der künftige Trainer, Leonardo Portaleoni, kontaktierte nach der Entscheidung des Vorstands den jetzigen Trainer, Dario Bettello, den er beerben wird. Für Bettello sei es eine unnötige und komische Situation, aber jeder entscheide für sich schlussendlich. 

Mehr zum Thema

RadioFr. - Fabian Waeber / Fabian Aebischer
...