Leader mit einem Torverhältnis von minus 9

Der FC Schmitten verblüfft die Deutschfreiburger 3. Liga-Gruppe. Trotz zwei Kanterniederlagen grüsst der Aufsteiger von der Tabellenspitze.

Captain Andreas Keller darf mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. © Yvar Wider

Wie geht das? Das fragt sich derzeit so manch ein Fan des regionalen Fussballs. Die Rede ist vom FC Schmitten, der die Sensler Gruppe (mit Ausnahme von Gurmels) in der 3. Liga mit einem Torverhältnis von 14:23 nach sechs Runden anführt. Was nach einem absurden Witz tönt, ist tatsächlich Realität und höchstwahrscheinlich einmalig im Fussball - ein Leader mit einem Torverhältnis von minus 9!

Das ist der füdliblutta Wahnsinn, mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Markus Raemy, Trainer FC Schmitten I
Freiburger Fussballverband

Aus sechs Partien gewann der Aufsteiger deren vier. Bei den zwei Niederlagen kam das Team von Markus Raemy ziemlich unter die Räder. Am zweiten Spieltag unterlagen sie Ueberstorf II 1:6 und gegen Seisa 08 gabs mit einem 0:10 sogar ein Stängeli.

Lieber verliere ich einmal mit 0:10, als dass wir zehn Mal mit 0:1 verlieren.

Markus Raemy

Möglich ist diese Momentaufnahme auch, weil die Favoriten, bis auf Gurmels, bereits mehrfach gepatzt haben. 2. Liga-Absteiger Plaffeien überzeugt mit zehn Punkten nur teilweise und die beiden Teilnehmer der Aufstiegsspiele - Seisa 08 und Tafers - belegen Ränge in der unteren Tabellenhälfte. Eines ist klar: Die Fussballphrase "Jeder kann jeden schlagen", passt in der diesjährigen Deutschfreiburger Gruppe haargenau. Spannung für den Rest der Saison ist garantiert.

RadioFr. - Fabian Waeber / Fabian Aebischer
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