Ihre Freunde jagt sie gerne auf dem Kart
Die Heitenriederin Lynn Neuhaus fährt ambitioniert Kartrennen. Für ihre Leidenschaft reist sie beinahe jedes zweite Wochenende ins Ausland.

Die allseits bekannte Formel 1 stösst bei der 18-jährigen Lynn Neuhaus auf grosses Interesse. "Ich supporte vor allem Ferrari, von dort kommt auch der Motorsport", erklärt der Fan von Pilot Charles Leclerc. Der Monegasse begann wie alle seine Formel 1-Kollegen seine Motorsportkarriere beim Kart.
In diesem Gefährt brettert die Heitenriederin wöchentlich über die Piste. "Mein Vater brachte mich zum Kart. Früher hatte er mit seinen Kollegen selbst Karts gebaut." Mit achtjährig wurde Neuhaus erstmals in das Fahrzeug gesetzt und mit 10 Jahren fuhr sie die ersten Rennen. Zwar nicht mit Tempi über 300 km/h, aber in ihrer Rennserie werden dennoch Spitzengeschwindigkeiten bis zu 130 km/h erreicht.
In erster Linie fasziniert mich die Geschwindigkeit - aber auch die Teamarbeit und das Verständnis für die mechanischen Aspekte.
Auf der Strecke in Lyss lernte Neuhaus die Basics im Kartsport. Dort befindet sich auch der Hauptsitz ihres Teams Swiss Hutless. Mittlerweile trainiert sie beinahe jedes zweite Wochenende im Ausland - "am liebsten in Italien". Mit dem Vater zusammen reisen sie jeweils mit dem Lieferwagen und dem Kart im Gepäck.
Nicht nur um Rennen zu fahren sitzt Lynn Neuhaus auf einem Kart, auch mit ihren Kolleginnen und Kollegen fährt sie ab und zu auf der Strecke. "Ich lasse sie manchmal gewinnen oder ich jage sie. Das ist ziemlich lustig", erklärt die Senslerin und lacht.
Apropos Freunde - diese unterstützen sie bei ihrer etwas spezielleren Sportart. Selten gibt es Kommentare wie: "Sich in einen Kart setzen und Gas geben, das kann ja jeder". Das Hobby benötige aber sehr viel Zeit und sei nicht immer einfach mit dem Kollegenkreis. "Wenn ich bei einem Ausgang dabei sein kann, ist es dafür umso schöner."
Ein Sportstudium im Herbst
Nebst ihrer grossen Leidenschaft absolviert Neuhaus die Fachmatura Gesundheit und ist derzeit in einem Praktikum. Im Herbst würde sie gerne ein Sportstudium in Magglingen beginnen.
Die Schule kommt ihr beim grossen Zeitaufwand entgegen und sie kann bei Rennen teilweise bereits am Donnerstag anreisen. "Die Flexibilität hilft mir total."




