Massnahmen gegen Vogelgrippe bis im Februar

Im Kanton Zürich infizierten sich Vögel mit der Vogelgrippe. Jetzt verordnet der Bund schweizweite Massnahmen zur Eindämmung des Virus.

Vom nächsten Montag an bis mindestens am Mitte Februar 2023 gelten in Geflügelhaltungen in der ganzen Schweiz vorbeugende Massnahmen gegen die Vogelgrippe. (Archivbild) © KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Der Bund hat schweizweite Massnahmen gegen die Vogelgrippe angeordnet. Dies teilte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Donnerstag mit. Zuvor war die Tierseuche in einer privaten Tierhaltung im Kanton Zürich aufgetreten.

Mit den vorbeugenden Massnahmen will der Bund die weitere Ausbreitung der Seuche verhindern, wie das BLV am Donnerstag mitteilte. Die Anordnung der Schutzmassnahmen erfolge in Absprache mit den Kantonen. Es geht demnach insbesondere darum, den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu verhindern.

Selten auf Mensch übertragen

Ab kommendem Montag gilt deshalb für alle Geflügelhalter in der Schweiz eine Beschränkung des Auslaufs des Hausgeflügels auf Bereiche, die vor Wildvögeln geschützt sind. Hühner müssen getrennt von Gänsen und Enten gehalten werden, und der Zutritt zu den Tieren muss auf das Notwendigste reduziert werden. Geflügelmärkte und Ausstellungen sind verboten.

Die Massnahmen für Nutztier- und Hobbyhalter gelten vorerst bis 15. Februar 2023, wie das BLV weiter mitteilte.

Der aktuell zirkulierende Virusstamm H5N1 ist nach heutigem Erkenntnisstand nur in äusserst seltenen Fällen und nur bei sehr engem Kontakt auf den Menschen übertragbar. Geflügelprodukte wie Poulet-Fleisch und Eier können gemäss den Angaben bedenkenlos konsumiert werden.

Wer tote Wildvögel findet, sollte sie aber aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht berühren. Das BLV empfiehlt den Findern, die toten Tiere der Wildhut, der Polizei oder dem Veterinärdienst zu melden.

SDA
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