Sommertrends: Die Upcycling-Bobs von Elem

Ist der Bob der neue Sommerhut, der für deinen Sommerlook nicht fehlen darf? Wir haben Megane und Léa getroffen, Gründerinnen der Freiburger Marke Elem.

Das Team der Marke Elem sind zwei Männer und zwei Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen und Profilen. Megane arbeitet in einer Agentur für digitale Kommunikation, Léa ist Lehrerin an einer Sekundarschule, Jérémy ist Journalist und Antoine ist Wirtschaftsstudent. Gemeinsam gründeten sie vor etwas mehr als 3 Jahren Elem Clothing.

Für die zweite Ausgabe unserer Serie "Sommertrends" hat sich Frapp mit Megane und Léa getroffen.

Frapp: Könnt ihr uns das Konzept von Elem erklären?

Léa: Elem ist eine Schweizer Bekleidungsmarke aus Freiburg. Unsere Werte lassen sich in drei Worten zusammenfassen: Ökologie, Inklusivität und Verantwortung. Alle unsere Kleidungsstücke, von den T-Shirts unserer ersten Kollektionen bis zu den Bobs dieses Sommers, beinhalten diese Werte. Wir wollen beweisen, dass es möglich ist, eine Kleidungsmarke zu schaffen, die jede und jeder tragen kann und die unseren Planeten so wenig wie möglich belastet. Bisher basierten alle unsere Kollektionen auf Upcycling, d.h. unbenutzte Kleidungsstücke oder Stoffe werden wiederverwendet und ihnen ein neues Leben gegeben.

Wie sind die Aufgaben innerhalb eures Teams verteilt?

Megane: Léa und ich kümmern uns um das gesamte Kleidungsdesign, obwohl alle grossen Entscheidungen von uns vier getroffen werden. Léa kümmert sich auch um alles, was mit der Herstellung selbst zu tun hat. Zusammen mit Antoine, unserem Finanzmanager, kümmert sie sich auch um einen Teil der Verwaltung. Schließlich macht Jérémy die Fotos unserer Kollektionen und kümmert sich um die Kommunikation und Pressearbeit. So viel zur Theorie. In der Realität hilft jeder nach seiner Verfügbarkeit und seinem Terminkalender aus.

Für wen sind eure Bobs gedacht?

Léa: Bei jeder unserer Kollektionen legen wir grossen Wert darauf, dass unsere Kreationen geschlechtsneutral sind. Das gilt selbstverständlich auch für die Bobs. Sie können alle sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden. Das ist etwas, das für uns wichtig ist. Auch in Bezug auf das Alter setzen wir keine Grenzen, obwohl der Grossteil unserer Kundschaft zwischen 20 und 30 Jahre alt sind.

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Was macht die Bobs von Elem so besonders?

Megane: Zunächst einmal werden sie von Léa von Grund auf handgefertigt. Von der Erstellung des Musters bis zum letzten Stich am Logo hat sie alles selbst gemacht. Zweitens: Unsere Bobs sind zu 100 Prozent upgecycelt. Die Stoffe, aus denen wir sie herstellen, haben bereits einmal irgendwo gedient. Wir sammeln Tischdecken, Vorhänge, Jeans oder Tischsets, waschen sie, schneiden sie zu und nähen sie. Jeder Bob ist also ein Unikat!

Sind Bobs der neue Sommertrend oder Vintage?

Megane: Meiner Meinung nach weder noch! Für mich ist der Bob schon seit einigen Jahren neben der Schirmmütze ein Klassiker im Kleiderschrank von Männern und Frauen. Er ist eine von vielen Optionen für den Sommer. Es ist klar, dass die Zeiten vorbei sind, in denen der Bob nur ein bunter Werbeartikel war, der auf den Strassen der Tour de France eingesetzt wurde!

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Ihr habt ein Konzept für die T-Shirts ausgearbeitet. Existiert das noch?

Léa : Für unsere ersten drei Kollektionen haben wir T-Shirts aus den unverkauften Beständen von Switcher upgecycelt. Doch bisher haben wir keine anderen T-Shirts dieser Qualität zum Upcyceln wiedergefunden. Wir werden daher unsere eigene Kleidung produzieren. Wir haben sehr hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass unsere gesamte Produktionskette so ökologisch und verantwortungsvoll wie möglich ist. Unsere T-Shirts werden in Italien aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle hergestellt, dem strengsten Zertifikat. Von den Etiketten bis zur Verpackung haben wir an alles gedacht, um unsere Kleidung so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

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Elem gibt es jetzt schon seit drei Jahren. Funktioniert das Business? Seid ihr noch immer so motiviert wie am Anfang? Und was sind die laufenden Projekte?

Megane: Wir haben das grosse Glück, eine treue Kundschaft zu haben, die lieben, was wir tun. Sie teilen unsere Werte und freuen sich auf unsere Kollektionen. Bei einer solchen Unterstützung ist es unmöglich, die Motivation zu verlieren. Zusätzlich zu unserer neuen T-Shirt-Kollektion bereiten wir auch kleinere Kollektionen vor, aber es ist noch zu früh, um darüber gross etwas sagen zu können.

Wie viel Zeit braucht ihr für eine Kollektion?

Léa: Es ist sehr schwierig, diese Frage zu beantworten, da es sehr unterschiedlich sein kann. Zum Beispiel haben Antoine und ich in den letzten Monaten viel gearbeitet, um die Bob-Kollektion zu lancieren und die Produktion unserer T-Shirts vorzubereiten. Wenn die neue Kollektion fertig ist, werden Megane und Jérémy die Kommunikation in den sozialen Netzwerken und mit der Presse übernehmen. Wir passen uns auch an den individuellen Zeitplan unserer Teammitglieder an. Für jeden von uns ist Elem immer noch eine Tätigkeit, die wir neben unserem Berufsleben ausüben. Das müssen wir immer bedenken.

Wäre es für euch möglich, eure Zeit ganz Elem zu widmen?

Megane et Léa: An diesem Punkt sind wir leider noch nicht, aber vielleicht eines Tages!

Ihr könnt Elem hier folgen.

Die Modeschöpferinnen von Elem haben sich von den Bobs von Jacquemus und Supreme inspirieren lassen, zwei Modelabels, die selbst den Bob für diesen Sommer neu interpretiert haben.

Jacquemus

Eine Zusammenarbeit von Supreme x The North Face

Frapp - Audrey Raffaelli / cys / rb