Sommertrends: Haargummis und Brillenbänder

Einst aus der Mode gekommen, erleben diese Accessoires jetzt ein Comeback. Clarisse Hernikat aus dem Greyerzbezirk fabriziert solche.

Für diesen ersten Artikel unserer "Sommer-Trends"-Serie haben wir Clarisse von Cla.clak getroffen. Sie erzählt uns mehr über ihr Herzensprojekt.

Kannst du uns Cla.clak vorstellen?
Mit Cla.clak habe ich vor einem Jahr gestartet. Als Multimedia-Designerin arbeite ich viel am Computer, da tut es gut, etwas Kreatives zu finden, um nebenbei mit den Händen zu arbeiten. Ich stelle Accessoires aus recycelten Stoffen her. Ich kreiere Haargummis, Brillenbänder und habe auch mehrere Kooperationen mit kleinen Geschäften.

Was sind das für Kooperationen?

Beispielsweise gibt es einen Coiffeur, dessen Spezialität das Flechten von Dutts mit Faden ist. Mit einem Streifen Stoff wird der Dutt etwas imposanter und/oder bunter. Mir gefällt es, ein Kooperationsprojekt jedes Mal an das Unternehmen anzupassen, sodass es einzigartig und personalisiert ist.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von cla.clak (@cla.clak)

Woher kommt diese Idee?

Es war letztes Jahr, mitten in der Pandemie. Ich hatte nicht mehr viel Arbeit und eine Freundin bat mich, ihr ein Haargummi zu machen, weil sie wusste, dass ich gerne nähe. Dann dachte ich, ich könnte es auf Instagram posten. Und es wurde ein grosser Erfolg.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von cla.clak (@cla.clak)

Ist das nun die Plattform, auf der du deine Accessoires verkaufst?

Genau, die Leute schicken mir Direktnachrichten auf Instagram. Sie sagen mir, welche Muster oder Farben sie wünschen. Ich schicke ihnen eine Auswahl meiner Stoffe, die ihrer Anfrage entsprechen, dann wählen sie. Zu den Brillenbändern gibt es entweder Silber- oder Goldketten. Und bei den Haargummis gibt es drei Modelle: Haargummis mit langen Bändern, einfache Haargummis und Haargummis mit kleinen Bändern für mittellanges Haar. Alles ist anpassbar.

Für wen ist Cla.clak?

Für Frauen, aber auch für Männer. Für letztere sind es vor allem die Brillenbänder, obwohl ich auch Freunde mit langen Haaren habe, die mich um Haargummis gebeten haben. Das Schöne daran ist, dass die Accessoires für jede Generation anwendbar sind. Ich kann auch die Grössen anpassen, zum Beispiel bei Brillenbändern für Kinder. Ich habe auch ältere Frauen, Mütter, Grossmütter, die Scrunchies tragen. Es war in Mode, als sie jung waren, und jetzt kommt der Trend zurück, also tragen sie es sehr gerne.

Brillenschnüre sind also in? Ist das nicht eine Oma-Sache?

Ja, Brillenschnur und Birkenstocks tönen schon fast kitschig (lacht). Aber das ist es auch, was ich daran mag: Es ist so ausgefallen und mittlerweile akzeptiert, eine Brillenschnur zu tragen – je auffälliger, desto besser!

Cla.clak ist ein Jahr alt, läuft es gut? Bist du noch motiviert? Irgendwelche aktuellen Projekte?

Ja, es läuft immer noch gut. Ich arbeite zu 90 Prozent als Multimedia-Designerin, sodass ich abends nicht unbedingt immer Lust habe, kreativ zu sein. Es soll ein Vergnügen bleiben, denn ich mache es aus Leidenschaft und nicht aus Verpflichtung. In diesem Winter war ich etwas weniger motiviert, aber jetzt, wo der Sommer zurückkommt, bin ich wieder voll dabei. Es stehen auch noch einige Neuheiten in der Pipeline, aber ich möchte nicht alles verraten.

Du nähst sogar während den EM-Spielen, stimmt das?

Ja (lacht). Ich mache Brillenschnüre, während ich das Spiel anschaue.

Kannst du dir vorstellen, nur das zu tun?

Nein, ich liebe mein Kerngeschäft und es ist wirklich etwas Ergänzendes und Kreatives.

Das Video unserer französischsprachigen Kolleginnen und Kollegen von Frapp Fribourg:

Frapp - Audrey Raffaelli / Marion Pasquier / nschn