Staatsratskandidaturen: Jean-François Steiert (SP)

Am 7. November finden kantonale Wahlen statt. Wir stellen die 19 Personen vor, die für den Staatsrat kandidieren. Heute Jean-François Steiert.

Kurzportrait: Jean-François Steiert ist seit 2016 amtierender Staatsrat und präsidiert im laufenden Jahr die Kantonsregierung. Er sitzt in der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion. Vor seiner Zeit im Staatsrat war er Freiburger Generalrat, dann Grossrat und zuletzt neun Jahre lang SP-Nationalrat. Jean-François Steiert wuchs in Düdingen auf und erlangte ein Lizenziat als Historiker an der Universität Freiburg. Heute ist er sechzig Jahre alt, lebt in Freiburg und hat zwei Kinder.

Seit zwanzig Jahren ist Jean-François Steiert schon in der Politik tätig. Dabei konnte er sowohl in der Legislative als auch in der Exekutive Erfahrungen sammeln. "Ich mochte beides gerne", sagt Steiert. "Im Nationalrat kann man Ideen in Gesetze umwandeln." Die Arbeit dort sei komplex, erklärt Steiert. Was man tue, habe nicht sofort eine Wirkung. Das sei im Staatsrat anders: "Hier setzt man tatsächlich Dinge um, die der Grossrat beschliesst". Die Ergebnisse seien bald sichtbar, etwa in Form von Baustellen oder Beschlüssen.

Jean-François Steiert gefällt die Arbeit in der Freiburger Kantonsregierung. Daher kandidiert er für eine zweite Legislatur. "Es braucht etwas Zeit, bis man sein Amt und seine Leute kennt. Wenn man dann gleich wieder wechselt, ist das nicht optimal."

Im November bespricht der Grosse Rat das neue Mobilitätsgesetz. Die Mobilität im Kanton soll nachhaltiger werden - das will man auf verschiedenen Wegen erreichen. "Wenn es einen Stau mit hundert Autos gibt, sind zehn Autos weniger bereits hilfreich", erläutert Jean-François Steiert. Wenn man diesen zehn Leuten ein besseres Transportmittel anbieten könne, wäre schon viel erreicht. Mögliche Lösungen wären laut Steiert eine effiziente, pünktliche Busverbindung oder eine sichere Velospur.

RadioFr. - Corina Zurkinden / Iris Wippich