Stagniert die Freiburger Wirtschaft?

Das Jahr 2023 war geprägt von Krisen und steigender Inflation. Für das aktuelle Jahr ist mit einer stagnierenden Wirtschaft zu rechnen.

Die Bluefactory mitten in der Stadt Freiburg. © Keystone

Die Arbeitslosigkeit steigt und die Bestellung von Freiburger Produkten nimmt ab – das Jahr 2024 dürfte für die Wirtschaft nicht vielversprechender werden, als das vergangene Jahr. Insbesondere die Inflation wirkt sich negativ auf zahlreiche Branchen aus.

Vor allem aber auch auf den Maschinenbau, der auf grosse Kunden in den Nachbarländern angewiesen ist. Viele von ihnen haben im vergangenen Jahr eine Rezession durchgestanden, was der Kaufkraft einen Dämpfer versetzt hat. 

"In dem Moment, in dem es bei ihnen weniger Aufträge gibt, ist der erste Betroffene der Zulieferer. Die Schweiz, die auf qualitativ hochwertigere und technologisch anspruchsvollere Teile spezialisiert ist, bekommt diese Verlangsamung zu spüren", erklärt Philippe Gumy, stellvertretender Direktor der Industrie- und Handelskammer Freiburg. 

Ob die Verlangsamung die Kundinnen und Kunden des Kantons Freiburg beeinflussen wird, ist noch nicht klar. Doch Freiburg hat auch seine Stärken. So liegt der Kanton an der Spitze, wenn es um Bioökonomie oder die Industrie 4.0 geht. Hinzu kommt die Zweisprachigkeit, die sich über den ganzen Kanton hinweg zieht. "Diese Stärken werden wir weiterhin hervorheben. Sie sind Möglichkeiten für den Kanton, sich aus der Affäre zu ziehen", verrät uns Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung.

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