Unnötige Niederlage für die Düdingen Bulls

Trotz einer guten Leistung und der besseren Leistung als die des Gegners haben die Düdingen Bulls nach Penaltyschiessen verloren.

Mit breiter Brust sind die Düdingen Bulls in das Heimspiel gegen den EHC Seewen gestiegen. Am Mittwoch erst konnte man das Spitzenteam aus Huttwil schlagen und feierte damit den ersten drei-Punkte-Erfolg in der laufenden Meisterschaft. Doch dies konnte das Heimteam zu Beginn der Partie nicht aufs Eis bringen.

Das erste Drittel war zerfahren, keines der beiden Teams spielte wirklich gut. Viele Fehlpässe, ungenaue Auslösungen, nicht viel passte zusammen. Weder bei den Bulls, noch beim Tabellendritten aus Seewen. Daran änderte auch ein Powerplay für Düdingen nichts. Kein einziger Schuss in Richtung des Torhüters gaben die Sensler ab.

Vierzig Minuten die bessere Mannschaft

Das Spiel nahm nach der ersten Pause ein wenig Fahrt auf. Zuerst kamen die Gäste zu einer guten Möglichkeit, welche Colin Stauffacher im Tor der Bulls aber stark parierte. Der 19-jährige Torhüter gehört dem EHC Biel, spielt für Langenthal in der Swiss League und wurde nun an Düdingen ausgeliehen. Er zeigte eine sehr starke Partie und wurde zu Recht zum besten Spieler der Bulls gewählt.

In der 23. Minute konnten das Heimteam dann verdient in Führung gehen. Noah Tschann schoss den Puck von der blauen Linie auf das Tor, Seewens Torhüter griff ins Leere und schenkte damit den Bulls den Führungstreffer. Ein paar Minuten später machte er seinen Fehler wieder gut, als er den alleine auf ihn zukommenden Antoine Maillard stoppte. Bis zum Ende des Drittels gelang den Bulls trotz besserem Spiel kein Treffer.

Es sollte nicht sein

Seewen drückte im letzten Abschnitt dann vehement auf den Ausgleichstreffer. Die Düdinger konnten sich zwar immer wieder aus der Umklammerung lösen, oder Torhüter Stauffacher parierte gut. Doch nach 51 Minuten musste auch er sich geschlagen geben. Dean Schnüriger konnte einen Abpraller verwerten.

Die Bulls gaben aber nicht auf und wollten den Siegestreffer noch erzielen. In den letzten zehn Minuten waren die Gäste nur noch am Verteidigen, im Powerplay traf Verteidiger Ludovic Hayoz aber nur den Pfosten. So musste die Verlängerung her. Dort hatte Seewen zwei gute Möglichkeiten, die Düdinger aber mindestens fünf. Auch hier dominierten die Hausherren das Geschehen, Unvermögen und Pech im Abschluss verhinderten aber den Siegestreffer.

Im abschliessenden Penaltyschiessen war nur Seewens Timo Christen erfolgreich, bei Düdingen vergaben alle fünf Schützen ihre Möglichkeiten. Damit bleiben die Düdingen Bulls auf dem drittletzten Platz der Tabelle sitzen. Immerhin ein gewonnener Punkt für die Bulls, es hätten aber gut noch zwei mehr sein können, ja gar müssen.

RadioFr. - Fabian Waeber