Vermehrt Schockanrufe und Betrugsversuche
Seit Donnerstag verzeichnet die Berner Kantonspolizei eine Häufung solcher Anrufe. Auch der Kanton Freiburg bleibt davon nicht verschont.

Seit letztem Donnerstag häufen sich bei der Berner Kantonspolizei Meldungen zu betrügerischen Telefonanrufen. Dabei handle es sich in den meisten Fällen um die Betrugsmasche sogenannter "Schockanrufe", Personen, die sich als Polizisten ausgeben und um SMS von angeblichen Familienmitgliedern in Notlage, die Geld verlangen. In vier Fällen gelang es den Tätern im Kanton Bern letzte Woche, Geld in Höhe von insgesamt 55'000 Franken zu erbeuten.
Auch im deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg kommt diese Art von Betrugsmasche in letzter Zeit häufiger vor, wie die Kantonspolizei auf Anfrage von RadioFr. bestätigt. Allein in den letzten zwei Wochen wurden vier Fälle von Schockanrufen gemeldet. In drei Fällen blieb es beim Betrugsversuch, in einem Fall erbeuteten die Täter 33'000 Franken.
Es ist Vorsicht geboten
Die Polizei warnt die Bevölkerung erneut vor betrügerischen Telefonanrufen oder verdächtigen SMS und gibt folgende Tipps:
- Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte Geld fordern
- Lassen Sie sich durch beunruhigende und dramatische Schilderungen nicht verunsichern
- Geben Sie keine Informationen zu familiären oder finanziellen Umständen bekannt
- Schweizer Behörden und echte Polizeibeamte verlangen keine Kaution oder Vorauszahlungen bei Verkehrsunfällen oder Ähnlichem
- Rufen Sie Ihre Töchter oder Söhne auf ihrer bisherigen / echten Handynummer an und vergewissern Sie sich, ob es sich beim Absender der Nachricht um Ihre Angehörigen handelt
- Beenden Sie das Telefonat und melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei über die Notrufnummer 117 oder 112
Die Mediensprecherin der Freiburger Kantonspolizei, Christa Bielmann, fügt an:
Weitere Informationen zu den Betrugsmaschen und was in dieser Situation zu tun ist, gibt es auf der Webseite der Schweizerischen Kriminalprävention oder unter Telefonbetrug.ch.




