Vom Flüchtlingskind zum Krypto-Millionär

Mit drei Jahren kam er als Flüchtling in die Schweiz. Eine Krankheit in der Familie brachte ihn dazu, in Bitcoins zu investieren – mit grossem Erfolg.

Einmal im Leben eine Million auf dem Konto haben – davon träumen sicher viele von uns. RadioFr. hat mit jemandem gesprochen, der sich diesen Traum schon mit 17 Jahren verwirklichen konnte. Als Kind hat Dadvan Yousuf eine Handvoll Bitcoins gekauft und ist heute hauptberuflicher Unternehmer.

Begonnen hat Yousufs Leben jedoch nicht in Luxus. Mit drei Jahren kam er Anfang der Zweitausenderjahre als Sohn kurdischer Eltern aus dem nördlichen Irak in die Schweiz. Die Familie lebte als Geflüchtete im Kanton Bern in sehr bescheidenen Verhältnissen. "Das Leben im Nordirak ist mit absoluter Armut verbunden, auch heute noch. Auch hier in der Schweiz ging es uns dann finanziell nie gut", erzählt der junge Multimillionär.

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Zur Krypotwährung ist er jedoch auf ungewöhnlichen Wegen gekommen. Yousufs Grossmutter im Irak brauchte dringend eine Operation und Geld ins Land zu schicken war kompliziert und risikoreich. Über das Internet wurde er auf Bitcoin aufmerksam. Da er jedoch noch nicht über Startkapital verfügte, verkaufte er kurzerhand seine Spielsachen. Als Elfjähriger konnte er dann dank seinem Vater zehn Bitcoins für 15 Euro kaufen. "Alle in meinem Umfeld dachten, Bitcoin wäre ein Spiel", erinnert sich Yousuf.

Heute ist er 21 Jahre als und mehrfacher Millionär. Unterdessen hat er sein Portfolio diversifiziert und in Immobilien, Gold und andere Wertanlagen investiert. Mit seiner Stiftung Dohrnii will Yousuf sein Wissen über den Handel mit Krypotwährungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Seiner Familie in Kurdistan hilft er nach wie vor.

Mehr Details über Yousufs Werdegang und warum er selbstständig auf das Steueramt zuging, um sein Vermögen zu deklarieren, könnt ihr im Podcast nachhören:

RadioFr. - Yves Kilchör / cys