"Wer die Bullys spielt, entscheiden wir selbst"
Für Sandro Schmid und Gottéron stehen zwei extrem wichtige Partien auf dem Programm. Ein wichtiger Bestandteil zum Erfolg sind die Bullys.

Wer viele Bullys gewinnt, der hat es einfacher, mit einem Sieg vom Eis zu gehen. Zumindest die Bully-Statistik in der National League bestätigt diese These. Die ZSC Lions, Genf oder Rapperswil belegen bei den gewonnenen Bullys die oberen Plätze. Gottéron schafft es - wie in der Tabelle nach Punkten - auf Platz sechs.
Mit David Desharnais haben die Drachen einen der besten Bully-Spieler der Liga (57,5 Prozent) in den eigenen Reihen. Center Sandro Schmid kann nicht ganz mithalten. Er kommt auf eine Quote von 46,5 Prozent. "Jeder will über die Hälfte der Anspiele gewinnen, auch ich. In dieser Saison hatte ich weniger Bullys, da ich auch als Flügel eingesetzt wurde. Das macht es etwas schwieriger", sagt der 22-jährige Freiburger Seeländer.
Die Spieler entscheiden selbst
Wer zum Bully antritt, entscheiden die Spieler untereinander. "Ab und zu sagt der Trainer, wen er beim Bully lieber hat, aber ansonsten schauen wir unter uns", erklärt Schmid. Wenn er mit De la Rose in der Linie ist, dann macht der Schwede hauptsächlich die Anspiele. "Es kommt auch vor, dass wir während dem Spiel abtauschen, wenn jemand einen schlechten Tag erwischt."
Es wird von Anfang an eine Schlacht.
Bei den Bullys hänge viel mit der Erfahrung zusammen. "Ältere Spieler sind oft besser an den Bullys". Die Statistik zeigt: Die Aussage von Schmid trifft zu. Mit Luganos Mark Arcobello (34), David Desharnais (36) und Enzo Corvi (30) vom HCD sind die besten Bully-Spieler der Liga im fortgeschrittenen Hockey-Alter.
Der nächste Gegner Biel weist ein mageres Bully-Spiel auf. In dieser Tabelle liegen die Seeländer nur auf Rang neun. Die letzten beiden Aufeinandertreffen entschied ein Team jeweils schon im 1. Drittel. Von einem gemütlichen Start geht Verteidiger Mauro Dufner heute aber nicht aus. "Von 0 auf 100 - es wird von Anfang an eine Schlacht."
Weil Zug bis auf drei Punkte an die Freiburger aufgerückt ist, müssen gegen Biel und am Samstag gegen Rapperswil Punkte her, wollen sie die direkte Playoff-Qualifikation erreichen. "Uns ist bewusst, dass der Vorsprung geschmolzen ist. Schlussendlich müssen wir die restlichen Spiele gewinnen, dann reicht es." Angesprochen auf die Heimmisere mit fünf Niederlagen in Serie, sagt Dufner: "Wir spielen in Freiburg zu kompliziert. Wir wollen wahrscheinlich zu viel und unseren Fans etwas bieten." Die Basics sollen wieder angewendet werden.
Killian Mottet in die 4. Linie beordert
Für Aufsehen sorgte Trainer Christian Dubé bei der Aufstellung. Dass Janne Kuokkanen ins Line-up zurückkehrt und Juuso Vainio wieder zuschauen muss, konnte erwartet werden. Dass Killian Mottet aber in die 4. Linie degradiert wird und im Powerplay zuschauen und sogar Boxplay trainieren musste, war für die anwesenden Medienschaffenden am Donnerstag doch überraschend. Dubé scheint mit der Leistung des Freiburgers nicht zufrieden zu sein. Killian Mottet sammelte in den letzten zehn Partien nur vier Skorerpunkte.




