Wieder kein Heim-Sieg
Wie bereits die letzten 14 Jahre gibt es am Südwestschweizerischen Schwingfest keinen Sieg eines Südwestschweizers.

So nahe war der Freiburger Benjamin Gapany dran, der Südwestschweiz zum ersten Mal seit Stefan Zbinden 2008 den Festsieg zu bescheren. Nach gutem Beginn im Schlussgang gegen Armon Orlik musste er sich nach gut zwei Minuten dann aber beugen und lag ein letztes Mal an diesem Tag im Sägemehl.
Zuvor wusste Gapany zu überzeugen, bezwang im Anschwingen unter anderem Mitfavorit Roger Rychen und mit Patrick Gobeli im zweiten Gang einen weiteren Eidgenossen. Der dritte in Folge war dann einer zu viel. Gapany verlor seinen Kampf gegen Matthieu Burger und schien zur Mittagspause weit weg vom Schlussgang.
Burger seinerseits war einer von nur zwei Schwingern, die einen makellosen Vormittag mit drei Siegen hatte. Nach der Mittagspause fand er allerdings gegen Steven Moser kein Mittel und hatte seinen ersten Gestellten. Weiterhin mit guten Chancen wurde er im fünften Gang gegen den Topfavoriten Armon Orlik eingeteilt.
Armon Orlik war neben Gapany der einzige Schwinger, der es vor dem letzten Gang mit drei Eidgenossen zu tun bekam. Bis auf einen Gestellten gegen Nick Alpiger liess er sich keine Blösse und marschierte so regelrecht in den Schlussgang. Auch der bis dahin so starke Burger hatte keine Chance gegen den Bündner.
Und so kam es, dass Armon Orlik seine Klasse ausspielte und Benjamin Gapany den Sieg wegschnappte.
Beinahe eine grosse Überraschung
Es war der fünfte Gang, der den grossen Jubel der Einheimischen verhinderte. Marc Gottofrey vom Schwingklub Lausanne lag vor dem fünften Gang an der Spitze der Rangliste. Im fünften Gang bekam er es allerdings zum zweiten Mal an diesem Tag mit einem Eidgenossen zu tun und stellte zum zweiten Mal an diesem Tag. Trotzdem kann er zufrieden sein mit seiner Leistung, er landet am Schluss im zweiten Rang und schliesst den Tag ohne einzige Niederlage ab.
Deutschfreiburger stark; doch nicht alle
Mit Steven Moser aus Rechthalten und Christoph Baeriswyl aus St. Antoni hat der Sensler-Bezirk zwei Kränze geholt. Bei Baeriswyl wurde es im siebten Rang zum Ende knapp, Steven Moser holte ihn nach einem Fest ohne Niederlage und im dritten Rang klassiert souverän.
Die Fahne des Kerzerser Schwingklubs hielt Janis Wieland oben. Er gewann seinen ersten Teilverbands-Kranz.Die Schwinger waren am Ende sehr eng zusammen, sodass man bereits mit einer Niederlage schnell aus dem Kranzrennen war. So erging es unter anderem Thomas Stoll oder Sven Hofer vom Kerzerser Schwingklub.




