Zugreisende müssen in Basel öfter umsteigen

Die SBB setzen wegen häufiger Verspätungen bei Zügen aus Deutschland in die Schweiz ab der Grenze in Basel mehr eigene Züge ein. Damit will die Bahn die Übertragung der Verspätungen auf das Schweizer Netz minimieren. Anlass ist ein Streckenschaden in Deutschland.

Reisende auf der Passerelle im Bahnhof Basel SBB. (Archivbild) © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Die Massnahme bedingt, dass die Fahrgäste bei mehreren Zügen aus Deutschland in die Schweiz in Basel umsteigen müssen. Betroffen sind neu 8 von 22 täglichen Verbindungen über Basel zwischen den beiden Ländern, wie ein SBB-Sprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag auf Anfrage mitteilte. Die Massnahme gelte bis auf weiteres. Insgesamt sind zwischen der Schweiz und Deutschland pro Tag über 40 Züge unterwegs.

Ausgenommen vom Umsteigen sind fast alle Verbindungen aus der Schweiz in Richtung Deutschland. Durchgehend verkehren auch sämtliche Nachtzüge in beide Richtungen. Von der Massnahme nicht betroffen sind auch einzelne Verbindungen aus Frankfurt, Karlsruhe, Hamburg, Frankfurt und Berlin in die Schweiz.

Züge aus Deutschland treffen häufig verspätet in Basel ein. Im Juli 2022 hatten die SBB und die Deutsche Bahn beschlossen, dass bei einzelnen Verbindungen in Basel ein Umstieg notwendig ist.

Jüngst spitzte sich die Situation zu, als bei Frankfurt ein Lastwagen Mitte Juli eine Brücke beschädigte. Der Hauptbahnhof Frankfurt kann deshalb bis auf Weiteres nur beschränkt oder gar nicht angefahren werden. Es kommt zu zusätzlichen Verspätungen. Die Deutsche Bahn rechnet für die Reparaturarbeiten mit rund zwei Monaten.

SDA
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