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Über 160 gefälschte Covid-Zertifikate ausgestellt

Einige Mitarbeitende des Testzentrums in Granges-Paccot stellten gefälschte Zertifikate aus, einige davon für Geld. Sie wurden angezeigt.

Über 160 Personen kamen fälschlicherweise an ein Covid-Zertifikat. © Keystone

Die Freiburger Kantonspolizei gab am Mittwoch die Ergebnisse ihrer Ermittlungen bekannt, die sie im Dezember 2021 aufgrund einer Anzeige des HFR wegen Ausstellung gefälschter Zertifikate eingeleitet hatte. Sechs Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter des Testzentrums Granges-Paccot haben laut Kantonspolizei zugegeben, für sich und ihre Angehörigen unentgeltlich rund 50 falsche Zertifikate "negativer Test" ausgestellt zu haben, die für eine Dauer von 48 bis 72 Stunden gültig waren.

Zudem sollen drei weitere Mitarbeiterinnen des Testzentrums 115 gefälschte Zertifikate mit dem Status "Geimpft" oder "Genesen" - mit Gültigkeit von sechs bis zwölf Monaten - ausgestellt haben. Die Beschuldigten haben laut Polizei für sich selbst gefälschte Zertifikate erstellt und solche ihren Angehörigen kostenlos zur Verfügung gestellt. Von anderen Personen seien zwischen 100 und 300 Franken pro Ausweis verlangt worden. Ausserdem sollen die Mitarbeiterinnen eine unbestimmte Anzahl gefälschter Zertifikate mit Status "negativer Test" ausgestellt haben. Auch diese Vergehen wurden teilweise zugegeben.

Alle Beteiligten wurden daraufhin bei der Staatsanwaltschaft wegen Urkundenfälschung, Fälschung von Ausweisen und Korruption angezeigt. Es gilt die Unschuldsvermutung, wie die Kantonspolizei mitteilt.

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