Cargo-Velo steht einer ungeeigneten Infrastruktur gegenüber

PRO VELO möchte, dass auch grössere Cargo-Velos zugelassen werden können. Das stellt aber ein Problem für die vorhandene Infrastruktur dar.

Diese Fahrzeuge mit zwei, drei oder sogar vier Rädern und einer Mulde vorne oder hinten werden im Kanton immer häufiger eingesetzt. © RadioFr.

Diese zwei-, drei- oder sogar vierrädrigen Fahrzeuge mit einer Ladefläche vorne oder hinten werden in unserem Kanton immer häufiger eingesetzt. Die Zulassung ist jedoch streng: Sie dürfen nicht mehr als 200 Kilogramm wiegen und nicht breiter als einen Meter sein. PRO VELO möchte diese Grenzen erhöhen, indem das Höchstgewicht auf 450 Kilogramm und die Breite auf 1,2 Meter angehoben werden.

Grégoire Kubski, Präsident der Sektion Freiburg von PRO VELO, analysiert: "Menschen, die auf das Auto verzichten wollen, müssen Kinder, Einkäufe oder auch Dinge für die Arbeit transportieren können. Das Cargo-Bike entspricht einem immer grösseren Bedürfnis und man sieht sie auch immer häufiger auf unseren Strassen."

Ein Problem der Grösse

Dies stellt ein Problem dar, da die steigende Anzahl an Cargo-Velos die Änderung bestimmter Infrastrukturen, wie z. B. Parkplätze, erfordert. "Diese Fahrzeuge nehmen Platz weg, was wahrscheinlich ein Nachdenken über die Breiten erfordert, typischerweise, wenn man Fahrradplätze hat, die mit Bügeln versehen sind", erklärt Pierre-Olivier Nobs, Gemeinderat der Stadt Freiburg und verantwortlich für die Mobilität. Auch Longtails, also verlängerte Fahrräder, sind ein Problem für die Länge dieser Plätze.

Grössere Velos auf den Strassen würden auch eine Verbreiterung der Radwege erfordern. Müssen dafür bestimmte Fahrspuren, die von Autos benutzt werden, geändert werden? "Man muss die Dinge ein wenig anders betrachten", meint Pierre-Olivier Nobs. "Jedes Mal, wenn eine Person ohne Behinderung mit dem Bus, dem Velo, dem Publibike, zu Fuss oder einer Kombination dieser Verkehrsmittel unterwegs ist, schafft sie Platz für Autofahrer, die wirklich darauf angewiesen sind. Wir müssen Kämpfe zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln vermeiden".

Das Tragen von Velohelmen bei Cargo-Velos soll gefördert werden

Es sei auch wichtig, daran zu erinnern, dass die Beförderung von Kindern geregelt ist. Im Cargo-Bike dürfen sich maximal zwei Kinder auf gesicherten Sitzplätzen befinden. "Was wir im Zusammenhang mit allen Fahrrädern verlangen, ist die Förderung des Helmtragens", betont Olivier Python, Chef der Abteilung Analyse, Prävention und Verkehrserziehung der Kantonspolizei.

Es ist auch zu beachten, dass der Transport von Kindern, entweder auf einem Cargo-Bike oder auf einem Rücksitz, nicht unter 16 Jahren erfolgen darf.

RadioFr. - Léo Martinetti / vdn
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