Die Klangwelt der Bahnhöfe und Züge erleben
Interessierte erwartet an diesem und am nächsten Wochenende eine klangliche und visuelle Reise am Immersive Sound Festival im Nouveau Monde.

Dieses und kommendes Wochenende findet im Nouveau Monde das Immersive Sound Festival statt. Mitorganisator und Tontechniker Bernhard Zitz hat mit Moderatorin Anna Binz über seine Faszination für Klänge und Improvisationen gesprochen und verraten, was die Besucherinnen und Besucher des Festivals erwartet. Zitz ist kein Unbekannter in der Freiburger Kulturszene. Er ist unter anderem Gründer des Lautsprecher Orchesters, das an der Bad Bonn Kilbi auftritt und des Cycloton, einer Fahrrad-Musiktournee durch die Schweiz.
"Ich habe stets Musik gemacht", sagt Zitz. Hauptsächlich sei er in den letzten 20 Jahren als Tontechniker tätig gewesen. Mit der Zeit habe es ihn immer stärker ist Kreative gezogen. "Jetzt versuche ich, beides zu machen und anderen mit Infrastruktur, Festivals oder Anlässen dasselbe zu ermöglichen." Am meisten schätze er nämlich die kollektive Erfahrung mit dem Publikum und den Musikschaffenden.
Das diesjährige Festival mit dem Motto "Spurwechsel" handelt von Zügen und Bahnhöfen. "Das ist ein Klanguniversum, das extrem komplex und faszinierend ist", sagt Zitz. Schliesslich handle es sich beim Nouveau Monde um einen alten Bahnhof. Bereits letztes Jahr war geplant, das Festival diesem Thema zu widmen. Allerdings musste es abgesagt werden.
"Wir haben drei Bands eingeladen, Material vorzubereiten, das wir zusammen mit unseren eigenen Klang- und Tonaufnahmen verarbeiten." Um die Klänge der Eisenbahn einzufangen, ist der Kollege von Bernhard Zitz, Jocelyn Raphanel, während zwei Tagen durch die ganze Schweiz gereist. Die Berufsfachschule für Gestaltung eikon wiederum war für das Visuelle der Installation zuständig.
Die grösste Herausforderung bestand dieses Mal darin, dass keine Improvisation möglich war. "Ich habe stets Mühe mit Dingen, bei denen man alle Entscheidungen im Voraus treffen muss." Unter den gegebenen Umständen habe das aber Sinn ergeben. Das Festival ist in Zyklen unterteilt, erklärt Zitz. Pro Tag finden sechs Vorstellungen statt, an denen jeweils fünf Menschen teilnehmen können. Die Besucherinnen und Besucher des Festivals erwartet eine klangliche und visuelle Reise von etwa 20 Minuten. Klänge von überall – das bedeutet Immersion für Bernhard Zitz.




