News für unsere Region.

Die Murtner Ringmauer birgt 800 Jahre alte Geschichten

Der Mauerabschnitt neben dem Berntor wird saniert. Dafür müssen Experten das Material dieser Zeit nachbilden.

Der Abschnitt der Ringmauer, der restauriert wird ist 39 Meter lang und 6,5 Meter hoch. © RadioFr.
Der Abschnitt der Ringmauer, der restauriert wird ist 39 Meter lang und 6,5 Meter hoch. © RadioFr.
Der Abschnitt der Ringmauer, der restauriert wird ist 39 Meter lang und 6,5 Meter hoch. © RadioFr.
Der Abschnitt der Ringmauer, der restauriert wird ist 39 Meter lang und 6,5 Meter hoch. © RadioFr.
1 / 4

Der knapp 40 Meter lange Abschnitt nebem dem Berntor ist kaum zu übersehen. Denn dieser Teil der Murtner Ringmauer zwischen dem Pulverturm und dem Turm der Deutschen Kirche ist umhüllt von Baugerüst. Verantwortlich für das Sanierungs-Projekt der Mauer ist der Liegenschaftsverwalter Michel Pellet. Auf der mittleren Etage des Baugerüsts erklärt er, dass die Sanierung beim Ziegeldach angefangen hat und man von oben nach unten arbeitet. 

Mörtel von damals

Es ist das erste Mal, dass man bei diesem Teil der Mauer ein Baugerüst hinstellt und umfassende Sanierungsarbeiten vornimmt. Diese sind nötig, weil sich an einigen Stellen der Mauer Steine lösen. Für die Restaurierung benutzt man aber nicht den heutigen Zementmörtel, sondern den Mörtel, der bereits vor gut 800 Jahren benutzt wurde. "Dafür wurden Proben aus der Mauer entnommen und im Labor analysiert, um die Mischung von damals zusammenzustellen", erklärt Daniel Burla. Er und sein Unternehmen Burla AG kümmern sich hauptsächlich um die Sanierungsarbeiten. Daniel Burla kümmerte sich schon in früheren Jahren um Arbeiten rund um die Ringmauer oder anderen Steinbauten der Stadt Murten. 

Die Mauer als Geschichtsbuch

Die Ringmauer zeigt die verschiedenen Etappen der Geschichte Murtens. Anhand der Gesteine sieht man beispielsweise, wie die Mauer immer höher wurde. Zuerst war sie ungefähr drei Meter hoch, danach wurde sie nach und nach immer höher gebaut bis auf über sechs Meter. Zudem ist ersichtlich, an welcher Stelle die Mauer während der Murtenschlacht zerstört wurde. "Nach der Zerstörung der Mauer hat man einfach Bretter aufgestellt", erläutert Daniel Burla. Rote Verfärbungen einiger Steine zeigen Spuren des Stadtbrandes.

RadioFr. - Tracy Maeder / rb
...