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Düdingen feiert erstmals drei Punkte im Leimacker

Die Sensler Nati A-Volleyballerinnen nützen die letzte Gelegenheit des Jahres, um erstmals in dieser Saison drei Zähler im Leimacker zu gewinnen: Düdingen besiegt den Aufsteiger Glaronia mit 3:1.

Geschafft! Die Power Cats gewinnen ihr letztes Heimspiel 2023. © RadioFr.

Im letzten Heimspiel des Jahres für die Power Cats trafen die fünfplatzierten Senslerinnen auf die siebtklassierten Glarnerinnen. Düdingen war also in der Favoritenrolle, der Aufsteiger durfte aber keinesfalls unterschätzt werden: Glaronia hatte sich bis zum Samstag nur gerade vier Punkte weniger als Düdingen erspielt. Zudem war die Leimackerhalle in dieser Saison bisher alles andere als eine Festung gewesen: Aus vier Heimspielen hatten die Power Cats nur gerade vier Zähler geholt, nun sollte endlich der Dreier her.

Hochklassiger Auftakt

Mut machte dem Team von Trainer Leonardo Portaleoni die Formkurve: Die Power Cats hatten vor Wochenfrist beim klaren 3:0-Auswärtssieg in Genf vollständig zu überzeugen gewusst. Besonders Diagonalangreiferin Tea Kojundzic hatte mit 17 Skorerpunkten bewiesen, dass nach ihrer mehrwöchigen Verletzungspause im November nun definitiv wieder mit ihr zu rechnen ist.

In der Startphase gegen Glaronia konnte die Kroatin der Partie ihren Stempel noch nicht aufdrücken: Ganz gemäss der Tabellensituation ging es eng und spannend zu und her. Beim Stand von 9:6 notierte man erstmals drei Punkte Vorsprung für die Power Cats, Kojundzic hatte mit einer schönen Finte dafür gesorgt. Glaronia blieb aber hartnäckig dran, der knappe Düdinger Lead konnte so nicht ausgebaut werden.

In der Satzmitte raunten und jubelten die Zuschauerinnen und Zuschauer bei einer Riesen-Ralley, am Ende verkürzten die Gäste auf 15:16. Es blieb spannend und kam nun vermehrt zu längeren Ballwechseln, regelmässig auch mit dem besseren Ende für die Gäste. So erstaunte es niemanden, dass Glaronia bei 22:22 ausglich, dann vorbeizog und sich in der Folge gleich zwei Satzbälle erspielte. Der Nervenkrimi bewegte die Coaches, sich darum zu bemühen, mit sachlichen Analysen Ruhe reinzubringen: Sie nahmen in der Schlussphase des Startsatzes ganze drei Time-Outs! Den Glarnerinnen fehlte dann aber die Abgeklärtheit, auch den dritten Satzball bei 25:24 konnten sie nicht nutzen. Auf der Gegenseite brachte die grössere individuelle Klasse den Power Cats den Satzgewinn ein: Erst blockte Sarina Wieland in diesem wichtigen Moment zum ersten Sensler Satzball bei 26:25, der ungenutzt blieb. Dann brachte Capitaine Bruna Da Silvas Wucht am Netz eine zweite Satzgewinnchance, welche die Power Cats dank Nada Meawads filigranem Lob nutzen konnten.

Am Ende des ersten Satzes konnten wir unseren Kampfgeist wirklich aufs Feld bringen.

Aussenangreiferin Sarina Wieland

Düdingen schaltet einen Gang hoch

«Kommt nun der mentale Einbruch der Aussenseiterinnen?» - das fragten sich nach diesem Nackenschlag für die wacker kämpfenden Glarnerinnen so einige Zaungäste. Ein markantes Glarner Nachlassen war dann im zweiten Umgang nicht unbedingt zu konstatieren, dennoch war das Skore sehr rasch in vergleichsweise klare Bahnen gelenkt. Das hatte aber mehr mit den Power Cats zu tun: Die Düdingerinnen waren nun voller Selbstvertrauen und zielstrebiger sowie konsequenter in ihren Aktionen, bereits beim 8:2 war der Vorsprung relativ deutlich.

Düdingen bewies also, dass es gut noch einen Gang hochschalten konnte, wenn es nötig wurde. Parallel zum nun stärker akzentuierten Gap zwischen den beiden Teams waren auch die Ballwechsel kürzer geworden, was den Power Cats zugute kam: Man konnte Nerven & Energie sparen und fand so jetzt gewissermassen «ökonomischer» zum Erfolg – mit dem 25:13-Satzgewinn zeigte das Heimteam, wer hier das Heft in der Hand hat und ging mit zwei Längen in Front.

Starke Glarner Moral

Die Partie blieb aber auch nach der langen Pause spannend und offen, ein weiteres Mal änderte sich der Spielcharakter: Der dritte Satz präsentierte sich zu Beginn spannender und umstrittener. Die Power Cats-Smashs fanden nicht mehr so leicht am Glaronia-Block vorbei, zudem präsentierten sich die Glarnerinnen nun ihrerseits offensiv gefährlicher: Zwischenzeitlich führte Glaronia so mit bis zu sieben Zählern Vorsprung. Bei 9:16 aus Düdinger Sicht hatte Portaleoni genug gesehen und nahm ein Time-Out. Seine gestenreiche Ansprache kreidete seinen Spielerinnen das «Rumgebällele» an, der Coach wollte wieder klarere Aktionen im Angriffsspiel sehen. Und der Trainer-Input zeigte sofort Wirkung: Die Power Cats glichen beim 19:19 wieder aus. Die Gäste wollten unbedingt im Spiel bleiben, zeigten sich in der Endphase wieder bissiger und nutzten den zweiten von drei Satzbällen zu ihrem ersten Satzgewinn.

Sollte es hier zu Hause schon wieder nichts werden mit den drei Punkten für Düdingen? Die Power Cats stemmten sich im vierten Durchgang vehement gegen einen Punktverlust, liefen aber lange einem knappen Rückstand hinterher. Beim Stand von 12:11 schnappten sich die Lokalmatadorinnen schliesslich die langersehnte erste Führung in diesem vierten Satz, die Erleichterung war dem Heimpublikum anzuhören. Und auch den Düdinger Spielerinnen dürften die Steine en masse vom Herzen gepurzelt sein, sie agierten befreit, fanden zurück zur Lockerheit. In der zweiten Satzhälfte ging Glaronia auf der anderen Seite etwas der Schnauf aus und Düdingen zog davon. Am Ende war der erneut starken Kojundzic vor Topskorerin Meawad (heute mit 20 Punkten) der Punktebestwert und die entscheidende Rolle vorbehalten: Mit ihrem 22. Punkt holte Kojundzic für ihr Team bei 24:18 den Matchball, den die Power Cats auch gleich verwerteten.

Wir wollen am Mittwoch alles raushauen, bevor wir ein paar Tage frei haben.

Diagonalangreiferin Tea Kojundzic

Am Mittwochabend bestreitet Düdingen auswärts beim Tabellenzweiten Sm’Aesch Pfeffingen das letzte Spiel des Jahres, es wartet also final im 2023 nochmals eine knackige Aufgabe auf die Power Cats.

RadioFr. - Christophe Zürcher
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