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Die Wahlkampfbudgets der Stadtfreiburger Parteien

Wahlkämpfe kosten viel Geld. Alleine in der Stadt Freiburg haben alle Parteien zusammen rund 250'000 Franken ausgegeben.

Neben den Wahlen wird am Sonntag auch noch über drei eidgenössiche Vorlagen abgestimmt. © Keystone

Am Sonntag wird in vielen Freiburger Gemeinden gewählt. Mit Zeitungsinseraten, Plakaten und Videos in den sozialen Medien versuchen Parteien und Kandidierende, so viele Menschen wie möglich an die Urne zu bringen. Das kostet Geld.

Auf Anfrage von RadioFr. haben alle Parteien der Stadt Freiburg ihr Wahlkampfbudget offengelegt. Nicht jede Partei gibt dabei gleich viel für Werbung aus. Grundsätzlich finanzieren die Lokalparteien ihren Wahlkampf selbstständig. Manchmal werden sie aber auch von der nationalen Partei unterstützt – so etwa die Grünen der Stadt Freiburg, die finanzielle Hilfe von ihrer Mutterpartei erhalten hat. Insgesamt hat die Partei 40‘000 Franken aufgewendet.

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Immer der Grösse nach

Am meisten Geld in der Stadt Freiburg gibt diejenige Partei aus, die auch am stärksten ist: Die SP. Sie hat dieses Jahr 70‘000 Franken in Flyer, Kleber, Videos und Give-Aways wie Desinfektionsmittel investiert.

Auf die SP folgt die CVP – gemessen am Wähleranteil die zweitstärkste Partei in der Stadt – mit 50‘000 Franken. Genau so viel hat sie auch in der Vergangenheit budgetiert. Eine Hälfte der 50‘000 Franken stammt von der Partei und den Mitgliederbeiträgen, die andere Hälfte müssen die Kandidierenden beisteuern. Alle Personen, die beispielsweise für den Gemeinderat kandidieren, müssen 3000 Franken bezahlen.

Diese Regel gilt auch bei der FDP, die über ein Budget von 35‘000 Franken verfügt. Wer für die Partei in den Gemeinderat will, muss einen Beitrag von 500 Franken leisten. Generalratskandidierende kommen mit 100 Franken günstiger weg.

Kleine Parteien mit bescheidenen Budgets

Die anderen Parteien – die SVP, die CSP und die Künstlerpartei – verfügen über kleinere Wahlkampfbudgets. Denn je mehr Mitglieder eine Partei hat, desto mehr Spenden kommen in der Regel für den Wahlkampf zusammen. Die Mitte-Links Partei CSP hatte 25‘000 Franken zur Verfügung. Das meiste davon wurde von den Mitgliedern getragen. Wie Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs erzählt, habe er zudem seit seiner Wahl vor fünf Jahren monatlich 500 Franken an die Partei bezahlt.

An zweitletzter Stelle kommt die SVP. Sie hat für Flyer, zwei Wahlinserate in den Freiburger Zeitungen und andere Werbungen 12‘000 Franken ausgegeben.

Der Künstlerpartei stehen schliesslich nur 2500 Franken zur Verfügung. Das Geld kommt vom Aushängeschild der Partei, Claudio Rugo. Er hat es in Videos, Plakate und Werbung auf den sozialen Medien investiert.

RadioFr. - Livia Schmid / pef
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