Düdinger Drama im Jura
Nach gutem Beginn müssen die Spieler des SC Düdingen auch beim FC Courtételle als Verlierer vom Platz (0:3) - eine folgenschwere Niederlage.

"Wie so oft in der Rückrunde wollte es auch heute nicht klappen..." - aus den Worten des SCD-Captains Christoph Catillaz sprach nach Schlusspfiff eine gute Portion Fatalismus. Man konnte den Spielführer der Senseunterländer gut verstehen: Ein weiteres Mal braute sich für den SC Düdingen im Spiel beim Tabellenzweiten Courtételle eine verhängnisvolle Mixtur zusammen, wobei sich der Deutschfreiburger 2. Liga inter-Vertreter nur zum Teil an der eigenen Nase nehmen musste: Zu brutal bestraften Eigenfehlern - wie beim vorentscheidenden Tor zum 0:3 unmittelbar nach Wiederanpfiff - kam auch eine gehörige Portion Pech: Beim ersten Gegentreffer (25.) sprang der Ball von der Latte des Düdinger Tors pfannenfertig auf den Fuss eines jurassischen Angreifers, der nur noch einzuschiessen brauchte. Und das 0:2 konnte das Heimteam vom Penaltypunkt schiessen, nachdem ein Stürmer im Duell mit Catillaz im Sensler Strafraum etwas gar leicht zu Boden gegangen war. Letztlich kontrollierte Courtételle abgesehen von einer starken Startphase des SCD das Geschehen aber routiniert und brachte den Sieg souverän über die Zeit.
Courtételle steigt auf, Düdingen ab
Routine und Souveränität: Was beim Gegner, der in der nächsten Saison als bester Gruppenzweiter der 2. Liga interregional wohl in der 1. Liga auflaufen wird, im Überfluss vorhanden ist, vermisste man beim SC Düdingen in der aktuellen Spielzeit schmerzlich. Auch Trainer Fabrizio Romano kam in diversen Interviews immer wieder auf die fehlende Erfahrung vieler seiner Schützlinge zu sprechen. Am Ende konnte der Berner Coach seine Rettungsmission nicht erfolgreich beenden, der SC Düdingen steht nun bereits vor dem letzten Spiel (nächsten Samstag um 18:00 Uhr im Birchhölzli gegen Spiez) als Absteiger fest. Der harte Schlag für das stolze Aushängeschild des Deutschfreiburger Fussballs könnte sich langfristig auch als Chance zur Flurbereinigung und Rückbesinnung auf eigene Stärken herausstellen. Vorerst aber überwiegt die Enttäuschung, auch bei der zweiten Mannschaft des SCD: Diese kann sich nun für ihre starke Saison nicht mit einem Aufstieg in die 2. Liga belohnen, die Entscheidungsspiele werden zum Muster ohne sportlichen Wert.




