Schweizer Debakeltag in Wimbledon
Von den fünf Schweizerinnen und Schweizern, die in London im Einsatz gestanden waren, überstand nur Viktorija Golubic die erste Runde.
Golubic hatte die Partie gegen ihre Weltranglisten-Nachbarin gut im Griff. Die brenzligen Situationen zum Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Satzes überstand sie gut. Im zweiten Umgang zog die Zürcherin nach drei abgewehrten Breakbällen entscheidend auf 3:1 davon.
In der 2. Runde trifft Golubic, die wegen der in diesem Jahr ausbleibenden Punkte in London im WTA-Ranking weit, bis etwa auf Platz 100 zurückfallen wird, auf die Tschechin Barbora Krejcikova (WTA 14), die French-Open-Siegerin 2021.
Grosse Enttäuschung für Belinda Bencic
Die Olympiasiegerin muss die Koffer in Wimbledon bereits packen. Sie unterliegt der Chinesin Wang Qiang in drei Sätzen. Mit einer bemerkenswerten Aufholjagd hatte Bencic am Montagabend kurz vor Einbruch der Dunkelheit den Satzausgleich geschafft. Sechs Games in Folge gewann sie vom 1:5 bis zum 7:5. Aber die Fortsetzung der Partie verlief dann wieder nicht mehr im Sinne von Bencic. Wang ging im dritten Satz erneut mit 5:1 in Führung und behielt diesmal die Nerven. Nach 2 Stunden und 11 Minuten nutzte sie ihren zweiten Matchball.
Das Ausscheiden von Bencic ist nur eine halbe Überraschung. Die Ostschweizerin reiste angeschlagen nach London, nachdem sie sich vor neun Tagen im Final von Berlin am Fuss verletzt hatte.
Teichmann deutlich geschlagen
Jil Teichmann (WTA 22) verlor auch bei ihrer dritten Teilnahme in Wimbledon in der 1. Runde. Die 24-Jährige scheiterte an der auf Rasen stärkeren Australierin Ajla Tomljanovic (WTA 44) mit 2:6, 3:6. Teichmann befand sich von Beginn weg in Rücklage. Im ersten Satz lag sie rasch 1:3 zurück und im zweiten 0:3. Nach 77 Minuten musste sie sich geschlagen geben. Auf einen ersten Sieg bei einem WTA-Rasenturnier wartet Teichmann damit weiterhin.
Laaksonen chancenlos
Henri Laaksonen (ATP 96) scheiterte deutlich. Der 30-jährige finnisch-schweizerische Doppelbürger verlor in der 1. Runde gegen den Briten Ryan Peniston (ATP 135) 4:6, 3:6, 2:6. Auch wenn der Engländer nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld kam, ist Laaksonens Ausscheiden keine Überraschung. Peniston zeigte sich zuletzt in guter Form, während Wimbledon das einzige Grand-Slam-Turnier ist, bei dem der Schaffhauser noch nie die 2. Runde erreichte.
Hüsler verpasst die Chance
Marc-Andrea Hüsler (ATP 105) konnte die gute Gelegenheit, sein Grand-Slam-Debüt siegreich zu gestalten, nicht nutzen. Der Zürcher Qualifikant unterlag dem im Ranking 36 Plätze schlechter klassierten Franzosen Hugo Grenier mit 3:6, 6:7 (0:7), 7:6 (7:5), 6:2, 4:6.
Hüsler meldete sich nach den zwei verlorenen Sätzen stark zurück und hatte im entscheidenden Umgang die erste Gelegenheit für ein Break. Der Linkshänder aus Rüschlikon vergab die Möglichkeit beim Stand von 3:3. Etwas später geriet er bei seinem Service unter Druck und wehrte zunächst zwei Matchbälle am Stück ab. Mit dem dritten entschied Grenier das Duell der Grand-Slam-Debütanten nach 3:38 Stunden für sich.






