Loïc Meillard siegt vor Gino Caviezel

Loïc Meillard und Gino Caviezel feiern im Nacht-Riesenslalom in Schladming einen Schweizer Doppelsieg. Für Meillard ist es der erste Sieg in einer klassischen Disziplin.

Loïc Meillard (links) freut sich mit Gino Caviezel © KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
Loïc Meillard hat die spiegelglatte Planai am besten im Griff © KEYSTONE/AP/Marco Trovati
Gino Caviezel sorgt hinter Loïc Meillard für einen Schweizer Doppelsieg © KEYSTONE/AP/Giovanni Auletta
Loïc Meillards Erleichterung über den fälligen ersten richtigen Sieg ist sichtbar © KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
Der Österreicher Marco Schwarz verbessert sich im zweiten Lauf vom 14. auf den 3. Platz © KEYSTONE/AP/Marco Trovati
Thomas Tumler erfüllt mit seinem zweiten Top-15-Resultat die internen WM-Vorgaben © KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
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Meillard setzte sich im ersten Flutlicht-Riesenslalom in hiesigen Gefilden 59 Hundertstel vor seinem Teamkollegen und 81 Hundertstel vor dem Österreicher Marco Schwarz durch, der in der Entscheidung elf Plätze gutmachte und zum ersten Mal im "Riesen" auf das Weltcup-Podest fuhr.

Die Basis zum Sieg, der nach zuletzt regelmässig starken Leistungen nur noch eine Frage der Zeit schien, legte der Meillard auf der spiegelglatten Planai mit einer bestechenden Fahrt im ersten Lauf. In diesem distanzierte 26-jährige Neuenburger die ausländische Konkurrenz um mindestens eine Sekunde und Caviezel mehr als sechs Zehntel.

Meillards zuvor einziger Sieg rührte von einem Parallel-Riesenslalom. In den klassischen Disziplinen hatte er es zwölfmal auf das Podest geschafft, aber nie zuoberst aufs Treppchen. Vor zehn Tagen hatten ihm als Zweiter im Slalom von Wengen zwei Zehntel zum fälligen Sieg gefühlt, dreimal zuvor noch weniger.

"Eine gewisse Erleichterung ist da", sagte Meillard im SRF-Interview, verkrampft sei er aber nie gewesen: "Ich wusste schon länger, dass ich gut Skifahre. Und wenn ich nach dem ersten Lauf vorne war, habe ich es auch jedes Mal aufs Podest geschafft." Mit diesem Wissen sei er vor dem zweiten Lauf recht entspannt gewesen. "Ich wusste ja, dass ich einfach so fahren muss wie im ersten Lauf", so der Allrounder, der mit seiner Familie im Kindesalter von Neuenburg ins Wallis umgezogen war. Auch Gino Caviezel freute sich uneingeschränkt. "Ich mag Loïc den ersten Sieg extrem gönnen", so der Bündner, der seinerseits seinen dritten Podestplatz realisierte.

Odermatt fehlt, Meillard ist zur Stelle

Mit dem Doppelsieg, dem ersten im Riesenslalom seit Marco Odermatts Sieg vor Meillard im März 2021 in Kranjska Gora und dem erst zweiten nach 2008, federten die Schweizer das Forfait von Teamleader Odermatt bestmöglich ab. Odermatt, der vier der sechs bisherigen Riesenslaloms des Winters gewonnen hat, trat bei der nach einer Absage in Garmisch aus der Not geborenen Flutlicht-Premiere in Schladming nicht an, weil er seinem seit Kitzbühel lädierten Knie mehr Zeit zur Genesung geben muss.

Ob der Nidwaldner am Wochenende an den Super-Gs in Cortina d’Ampezzo wieder ins Renngeschehen eingreifen kann, ist offen. Selbst gab sich Odermatt am Mittwochabend als Zuschauer im Zielraum zuversichtlich: "Wenn die nächsten drei Tage weiter so gehen wie die letzten drei, dann werde ich in Cortina starten können." Tagsüber hatte Odermatt zum ersten Mal wieder auf Schnee trainieren können.

Tumler erfüllt WM-Vorgabe

Hinter Meillard und Caviezel klassierten sich Thomas Tumler, Sandro Simonet und Semyel Bissig, die weiteren Schweizer im zweiten Lauf, auf den Plätzen 15, 22 und 26. Mit seinem zweiten Top-15-Resultat der Saison erfüllte Tumler als vierter Swiss-Ski-Athlet die internen Selektionskriterien für die WM.

SDA
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