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"Man weiss nie, was noch kommt"

Gesundheitsminister Alain Berset ist vorsichtig optimistisch gegenüber der Covid-Lage. Die Aussicht auf den Winter könnte aber besser sein.

Alain Berset informiert über das weitere Vorgehen bei der Bekämpfung des Coronavirus. © KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Das Bundesamt für Gesundheit meldet zum zweiten Mal in Folge 6'000 neue Covid-Ansteckungen innert 24 Stunden. Bund und Kantone ergreifen jedoch keine neuen Massnahmen. Bundeshaus-Korrespondent Dominik Meienberg hat mit Gesundheitsminister Alain Berset über die aktuelle Situation gesprochen und auch gefragt, ob der Bundesrat in Sachen Impfen langsam aber sicher am Ende seines Lateins angelangt ist.

"Es ist wieder einmal eine völlig neue Situation", sagt Alain Berset im Hinblick auf die aktuelle Corona-Lage. Man wisse noch nicht, wie sich der November entwickle bei der aktuellen Durchimpfungsrate und Immunität. "Wir schätzen die Situation als nicht so gut ein", fährt er fort. Aber sie sei auch sicherlich nicht ausser Kontrolle. Im Moment würden die Zahlen steigen, ohne zu explodieren, so Berset. Man müsse jedoch vorsichtig bleiben: "Die Pandemie hat uns gelehrt, dass man nie weiss, was noch kommt."

"Bessere Lage für Winter war möglich"

Die Situation ist auch schwierig für Kantone und Bund, gibt Alain Berset zu. Während der ersten 18 Monate der Pandemie habe man alles dafür getan, dass es mit den Impfungen vorangeht. Seit Sommer gebe es genügend Impfstoff für alle - und trotzdem habe die Schweiz eine der tiefsten Durchimpfungsraten Europas. "Das ist schade", urteilt der Gesundheitsminister. "Wir hätten die Möglichkeit gehabt, eine bessere Ausgangslage zu schaffen für den Winter."

Bundeshaus-Radio - Dominik Meienberg / iwi
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